Sonntag, 23. Dezember 2018

Papst steht vor dichtem Weihnachtsprogramm

Papst Franziskus erwartet mit den Weihnachtsfeierlichkeiten ein dichtes Programm. Das geht aus dem päpstlichen Kalender für die Feiertage hervor, das der Vatikan veröffentlicht hat.

Der Papst muss an Weihnachten viele wichtige Termine wahrnehmen. - Foto: APA (AFP)
Der Papst muss an Weihnachten viele wichtige Termine wahrnehmen. - Foto: APA (AFP)

Die traditionelle Christmette im Petersdom feiert der Papst in der Heiligen Nacht um 21.30 Uhr im Petersdom. Am Christtag spendet er, wie gewohnt, zu Mittag den Segen Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis - von der Loggia des Petersdoms.

Weitere Gottesdienste des Papstes sind die Messfeier zum Fest der Heiligen Familie und die Vesper mit dem Te Deum als Dank für das vergangene Jahr am 31. Dezember um 17.00 Uhr im Petersdom.

Mit Volldampf ins neue Jahr

Das Jahr 2018 beginnt Papst Franziskus mit einer Messfeier im Petersdom am 1. Jänner um 10.00 Uhr. Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche der Weltfriedenstag und zugleich auch Hochfest der Gottesmutter Maria.

Das Hochfest der Erscheinung des Herrn (Dreikönigstag, 6. Jänner) feiert der Papst mit einer Messe im Petersdom. Der Papst wird am 13. Jänner anlässlich des Festes der Taufe Jesu im kleineren Rahmen einige Kinder in der Sixtinischen Kapelle taufen. Am 23. Jänner bricht er zu einer sechstägigen Reise zum Weltjugendtag nach Panama auf.

Strengste Sicherheitsvorkehrungen an den Weihnachtstagen

Indes hat die Polizei in Rom und im Vatikan die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Weihnachtsfeiertage verschärft. Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, die größten Basiliken der Ewigen Stadt, die U-Bahn-Zugänge und die Sitze wichtiger Institutionen sollen über die Feiertage strengstens kontrolliert werden, teilte das Innenministerium mit.

Besonderes Augenmerk gelte auch besucherstarken Veranstaltungen und Gottesdiensten zu Weihnachten, aber auch touristischen Sehenswürdigkeiten und Einkaufszentren, hieß es. Rund um den Vatikan sind bewegliche Absperrgitter an den Zufahrtsstraßen zum Petersplatz sowie Polizei- und Militärposten vorgesehen.

Bereits erste Anschläge vereitelt

Die Sorge um die Sicherheit ist in der Ewigen Stadt groß. Die italienische Polizei hatte vor zehn Tagen einen mutmaßlichen somalischen Terroristen in Bari festgenommen. Dem 20-Jährigen wird Terrorismus und Aufhetzung zu Terrorismus im Internet vorgeworfen. Laut den Ermittlern plante er Anschläge auf Kirchen in Rom.

Am 11. Dezember hatte ein Mann versucht, ein Militärfahrzeug vor dem Vatikan in Brand zu setzen. Der 45-jährigen Mann marokkanischer Herkunft begoss den Hinterreifen eines Transporters mit einer entzündlichen Flüssigkeit. Bevor er sie entzünden konnte, wurde er von Soldaten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

apa

stol