Donnerstag, 02. Dezember 2021

Papst will 50 Migranten aus Zypern mitnehmen

Von seiner Pilgerreise nach Zypern will Papst Franziskus 50 Migranten mit zurück nach Rom nehmen. Das kündigte der zypriotische Staatspräsident Nikos Anastasiades bei einem Treffen mit dem Pontifex am Donnerstagabend an und dankte dem Gast aus dem Vatikan für den „symbolischen Akt“ und die „starke Nachricht“.

Papst Franziskus in Zypern.
Papst Franziskus in Zypern. - Foto: © APA/AFP / ANDREAS SOLARO
Die Pläne des Papstes waren zuletzt bereits durchgesickert, offiziell bestätigte der Heilige Stuhl sie aber zunächst nicht. Auch Franziskus ging in seiner Ansprache im Anschluss an die Rede von Anastasiades nicht konkret auf das Thema ein. Am Freitagabend ist ein Gebet und Treffen mit Migranten in der katholischen Kirche des Heiligen Kreuzes im Zentrum Nikosias geplant.

Der Argentinier hatte schon 2016 von seinem Besuch im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos zwölf Migranten mit nach Rom gebracht. Einige davon traf er nach Auskunft des Vatikan just am Donnerstagmorgen vor seiner Abreise in Rom wieder. Im zweiten Teil seiner Reise in den Ostteil des Mittelmeers wird Franziskus am Sonntag nach Lesbos zurückkehren und dort erneut Migranten treffen.

Die Migration ist eines des großen Sorgen-Themen in Zypern. Das andere ist die Teilung des Landes seit fast fünf Jahrzehnten. Der Papst bekundete den Zyprioten dafür sein Mitgefühl und sprach von einer „Wunde, die dieses Land am meisten schmerzt“. Der Argentinier sagte: „Ich denke an den inneren Schmerz jener Menschen, die nicht ihre Häuser und zu ihren Gebetsstätten zurückkehren können.“

apa