Montag, 08. Februar 2021

Papst wünscht sich wieder auf Reisen gehen zu können

Der Papst wünscht sich, die wegen der Pandemie unterbrochenen apostolischen Reisen wieder aufnehmen zu können. Bei einer Audienz für die Mitglieder des Diplomatischen Corps in der Benediktionsaula im Vatikan bestätigte der Papst am Montag seine vom 5. bis zum 8. März geplante Irak-Reise. Reisen seien ein wichtiger Aspekt seiner pastoralen Mission. „Reisen bieten die günstige Gelegenheit, um im Geist des Dialogs die Beziehungen zu anderen Religionen zu pflegen“, so Franziskus.

Papst Franziskus leidet unter den Corona-Distanzregeln.
Papst Franziskus leidet unter den Corona-Distanzregeln. - Foto: © ANSA / VATICAN MEDIA
Bei der Audienz sprach der Pontifex auch das Thema Pandemie an, wegen der viele „Bequemlichkeiten und konsolidierte Sicherheiten“ weggefallen seien. „Die Pandemie hat uns in eine Krise gestürzt und uns das Gesicht einer kranken Welt gezeigt, nicht nur wegen des Virus, sondern auch in Bezug auf die Umwelt, in wirtschaftlichen und politischen Prozessen und noch mehr in den menschlichen Beziehungen.

Es hat die Risiken und Folgen einer Lebensweise hervorgehoben, die von Selbstsucht und einer Wegwerfkultur geprägt ist und hat uns vor einer Alternative gestellt: Den bisher eingeschlagenen Weg fortzusetzen oder einen neuen Weg einzuschlagen“, sagte Papst.

„Die Pandemie erinnert uns an das Recht auf Fürsorge und in dieser Perspektive erneuere ich meinen Appell, dass jedem Menschen die Fürsorge und Unterstützung angeboten wird, die er benötigt“, bekräftigte Papst Franziskus. „Tatsächlich kann es nicht die Logik des Gewinns sein, die ein so heikles Feld wie das der Gesundheitsversorgung und Behandlung leitet“, sagte er.

„Nicht nur der Mensch ist krank, sondern auch unsere Erde“

„Ich fordere daher alle Staaten nachdrücklich auf, aktiv zu internationalen Initiativen beizutragen, die darauf abzielen, eine gerechte Verteilung der Impfstoffe nicht nach rein wirtschaftlichen Kriterien, sondern unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller, insbesondere der bedürftigsten Bevölkerungsgruppen, sicherzustellen“, erklärte Franziskus.

„Nicht nur der Mensch ist krank, sondern auch unsere Erde. Die Pandemie hat uns erneut gezeigt, wie sie zerbrechlich und pflegebedürftig ist“, sagte Papst. Er warnte, dass die Ausbeutung natürlicher Ressourcen eine Dimension erlangt habe, die „viel komplexer und dauerhafter“ sei als die Gesundheitskrise und die „gemeinsame langfristige Lösungen erfordert“.

Insbesondere äußerte der Papst die Hoffnung, dass „die nächste Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26), die für nächsten November in Glasgow geplant ist, eine wirksame Einigung ermöglichen wird, um die Folgen des Klimawandels anzugehen. Dies ist die Zeit zum Handeln, da wir bereits die Auswirkungen einer längeren Untätigkeit zu spüren bekommen“, erklärte der Heilige Vater.

apa