Eine Regierungsbildung könnte für sie außerdem schwierig werden. Denn für ihre bisherige Koalition mit den Rechtsliberalen (Venstre) und der Mitte-Partei Moderaterne sieht es in Umfragen nicht gut aus. Ministerpräsident werden will auch der rechtsliberale Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen. Doch die bürgerlich-konservativen Parteien sind sich in vielen Punkten nicht einig. Und für sie könnte es ähnlich wie für die links-grünen Parteien nach der Wahl nicht für eine Mehrheit von 90 der 179 Sitze im Parlament reichen.<BR /><BR />Eine Schlüsselrolle dürfte deshalb erneut der Partei Moderaterne um den Ex-Regierungschef und derzeitigen Außenminister Lars Løkke Rasmussen zukommen. Minderheitsregierungen sind in Dänemark normal - entscheidend ist es für eine Koalition, keine Mehrheit gegen sich zu haben. Je zwei Sitze im dänischen Parlament sind für Politiker aus Grönland und von den Färöer Inseln vorgesehen.<BR /><BR />Frederiksen hofft, den Rückenwind aus der Grönland-Krise mit in die Wahl nehmen zu können: Mit ihrer Standhaftigkeit gegenüber den USA hatte sie die Dänen im Konflikt um die Arktisinsel überzeugt. Um sicherheitspolitische Themen ging es im Wahlkampf aber wenig - zu groß ist die Einigkeit der Parteien in vielen Bereichen. Stattdessen hatten die Spitzenpolitiker unter anderem über die konventionelle Schweinezucht und sauberes Trinkwasser gestritten.