Der Grüne Hans Heiss hat keinen konkreten Verdacht, bemängelt aber, „dass einige Parteien die Fraktionsgelder im Landtag nicht genau abrechnen. Eine genaue Überprüfung fehlt“, sagt Heiss. „Diese Ausgaben sollten genauer dokumentiert werden“, fordert Heiss. „Es wäre durchaus möglich, dass dieses Geld auch privat ausgegeben wird. Da gibt es sicherlich Lücken. Man schaut da nicht so genau hin.“SVP: „Haben eine genaue interne Kontrolle“SVP-Sekretär Philipp Achammer versichert: Parteigelder in die eigene Tasche fließen zu lassen, ist beim Edelweiß „absolut nicht möglich. Wir haben eine genaue interne Kontrolle“, sagt Achammer. „Der Aufsichtsrat der Partei prüft nach: Stimmen die Buchungen mit den jeweiligen Belegen überein?“ Die Bilanz der Partei werde an die Abgeordnetenkammer in Rom geschickt und dort überprüft; das Revisorenkollegium dort beanstande jede Kleinigkeit. Ohne korrekte Bilanz gebe es kein Geld aus Rom. Freiheitliche: „Alles transparent“Ulli Mair unterstreicht: „Bei uns Freiheitlichen ist alles transparent.“ Die Obfrau bemängelt aber, dass die Parteien ungleich behandelt würden. Bei Parteien, die einen Parlamentarier in Rom haben wie die SVP, dürfen die Landtagsabgeordneten ihre Parteiabgabe von der Steuer absetzen. Andere Parteien wie die Freiheitlichen seien von dieser Möglichkeit ausgeschlossen. Eva Klotz von der Süd-Tiroler Freiheit sagt: „Wir haben einen sehr genauen Revisor. Für Privates wird kein Cent ausgegeben.“ Auch Klotz beklagt, dass ihre Partei von der Möglichkeit ausgeschlossen sei, Abgaben steuerlich abzusetzen. „Früher war dies möglich – nun seit Jahren aber nicht mehr. Das macht immerhin einige 1000 Euro im Jahr aus.“hof/D______________________________________________________________________________________________Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Freitagausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.