Spenden über 1.000 Euro pro Jahr sollten mit Namen des Spenders veröffentlicht werden, fordern sie. Sigmar Stocker erinnerte an die Unterstützung der letzten SVP-Landesversammlung durch Firmen. SVP-Sekretär Philipp Achammer habe von Sponsorengeldern als künftigen Einnahmequelle gesprochen, das sei ein springender Punkt, denn die Firmen könnten sich dafür ja eine Gegenleistung erwarten. Dieser Antrag könne gar nicht angenommen werden, da er in die Zuständigkeit des Staates falle, so die Antwort von Landeshauptmann Luis Durnwalder. Man könne sich aber selber zur Transparenz verpflichten, wenn alle Parteien in Südtirol ein solches Abkommen treffen würden, entgegnete Stocker.Der Antrag wurde schließlich von den Landtagsabgeordneten mit 6 Ja-Stimmen, 15 Gegenstimmen bei fünf Enthaltungen abgelehnt.„So wie bei anderen Dingen auch, wollen wir mit diesem Beschlussantrag absolute Transparenz in Sachen Parteienfinanzierung. Die Bürger sollen und wollen wissen, wer wie viel Geld an eine Partei spendet. Denn wenn Parteispenden ausufern, kann man beispielsweise Gegengeschäfte in Form von Anlassgesetzgebung vermuten und das darf absolut nicht sein! Das gleiche gilt auch für Sponsorring bei Parteien. Auch dies soll nicht erlaubt sein“, kommentierte Stocker die Entscheidung des Landtags. Nur durch die Veröffentlichung der Spender an Parteien habe ein Bürger den Überblick darüber, ob jemand eine vorteilhafte Behandlung bekommen habe oder nicht. „Auch wenn laut Landeshauptmann Durnwalder der Staat hier Zuständigkeit hat, können wir als Parteien hier ohne Weiteres einen eigenen Weg gehen nach dem Motto: Wo ein Wille, da auch ein Weg. Oder hat die SVP in Sachen Parteispenden etwa etwas zu verbergen?“, so Stocker abschließend.