Donnerstag, 09. Mai 2019

Passwörter österreichischer Politiker im Internet geleakt

Bereits Anfang dieses Jahres ist im Internet ein gewaltiger Datensatz mit gestohlenen Log-in-Informationen aufgetaucht. Mehr als 900 Gigabyte an Daten umfasst die sogenannte „Collection #1-#5”. Die Online-Rechercheplattform „Addendum” hat diese nun ausgewertet. Demnach sind auch 3,3 Millionen Österreicher betroffen. Auch von Politikern wurden E-Mail-Adressen und dazugehörige Passwörter entdeckt.

E-Mail-Adressen und dazugehörige Passwörter sind aufgetaucht. - Foto: APA (Archiv/dpa)
E-Mail-Adressen und dazugehörige Passwörter sind aufgetaucht. - Foto: APA (Archiv/dpa)

Laut „Addendum” finden sich in dem Datensatz knapp 7.800 E-Mail-Adressen und dazugehörige Passwörter von Mitarbeitern der öffentlichen Hand. Am stärksten betroffen sind demnach Polizei, Finanzministerium, das Land Steiermark sowie das Justizministerium.

Auch Daten von rund 350 Politikern und Parteimitarbeitern sind enthalten. Die Grünen (122 E-Mail-Accounts) und die SPÖ (99 E-Mail-Accounts) sollen die höchste Zahl betroffener E-Mail-Adressen aufweisen. Wie „Addendum” weiter berichtet, fanden sich im Leck auch E-Mail-Adressen plus Passwörter von sieben Ministern. Dabei soll es sich aber primär um Partei-Mail-Adressen handeln.

Vertraulichkeit der Daten: Hoher Stellenwert

Seitens der Bundesregierung hieß es dazu auf Anfrage der APA, dass keine E-Mail-Adressen, die „im Zuständigkeitsbereich der Bundesregierung liegen”, betroffen seien. Auch würden die .gv-Adressen der Minister und der zuständigen Mitarbeiter regelmäßig sicherheitsüberprüft, hieß es aus dem Büro des Regierungssprechers. Das Bundeskanzleramt räume dem Thema Cyber-Sicherheit und der Vertraulichkeit von Daten einen hohen Stellenwert ein. Auch gebe es eine eigene Abteilung Cyber-Sicherheit im Bundeskanzleramt.

apa

stol