Montag, 28. März 2022

Paula Aspmair: „Wenn wir beim Aufräumen sind, dann aber alles“

Die SVP-Ortsobfrau von Bozen Dorf, Paula Aspmair, fordert in der Abhör-Affäre eine umfassende Aufklärung. Dazu zähle vor allem auch, warum der Statthalter von Renè Benko, Heinz Peter Hager, im Spendenkomitee der SVP sitzt. „Das ist doch der eigentliche Skandal“, schreibt Aspmair in einer parteiinternen WhatsApp-Nachricht.

Paula Aspmair: „Dies ist doch der eigentliche Skandal!“ - Foto: © privat

Es ist eine WhatsApp-Nachricht, die dieser Tage in SVP-Kreisen die Runde macht. Die SVP-Ortsobfrau von Bozen Dorf, Paula Aspmair, fordert dabei eine umfassende Klärung der Abhör-Affäre. Und sie stellt auch unbequeme Fragen.


„Das ist doch der eigentliche Skandal“

„Die SAD-Enthüllungen haben ganz gewiss etwas ans Tageslicht befördert, was nicht unseren Vorstellungen als Partei entspricht. Keine Frage. Ich habe größtes Vertrauen darin, dass in den kommenden Tagen die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden“, schreibt Aspmair.

Und weiter: „Was mich als Ortsobfrau aber auch interessiert: Wenn wir schon bei Moral und Ethik sind: Gehört es zum Umgang innerhalb einer Partei, dass man sich gegenseitig zum Fraß vorwirft, nachdem die inzwischen allseits bekannten Abhörungen ganz offensichtlich aus der Partei gekommen sind?“

Und dann kommt Aspmair zu ihrem eigentlichen Anliegen: „Wie kommen wir dazu, den Vertreter des Unternehmens mit den derzeit wohl größten ökonomischen Interessen im Land – der Signa – in Person von Heinz Hager in das offizielle Spendenkomitee der Partei zu entsenden?“, so Aspmair: „Dies ist doch der eigentliche Skandal!“


„Wie kommen wir dazu, dass Hager Einblick in SVP-Interna erhält?“

Auf diese Nachricht angesprochen, sagt Aspmair: „Es kann doch nicht sein, dass Heinz Peter Hager, der Statthalter von Renè Benko, der Unternehmer mit dem größten ökonomischen Interesse in Südtirol, über parteiinterne Spenden Bescheid weiß und Einblick in SVP-Interna erhält?“

Aspmair fordert daher: „Wenn wir beim Aufräumen sind, dann wirklich alles. Ich vertraue darauf, dass die Parteiführung dies machen wird.“

stol

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