Mittwoch, 28. August 2019

PD bereit zu Allianz mit Fünf Sternen

Die Delegation der italienischen Sozialdemokraten (PD) hat bei ihrem Gespräch mit Staatschef Sergio Mattarella am Mittwoch bestätigt, eine Regierungsallianz mit der Fünf Sterne-Bewegung aufbauen zu wollen. Die PD sei bereit, den von den Fünf Sternen vorgeschlagenen Giuseppe Conte als Premier zu unterstützen.

Der Abschluss der Gespräche wird für etwa 19.30 Uhr erwartet. - Foto: ANSA
Der Abschluss der Gespräche wird für etwa 19.30 Uhr erwartet. - Foto: ANSA

Die neue Regierung, die aus einer Allianz mit den Fünf Sternen entstehen soll, soll ein „Kabinett der Umkehr“ gegenüber der Koalition sein, die Italien in den vergangenen 14 Monaten regiert hat, sagte PD-Chef Nicola Zingaretti nach dem Treffen mit Mattarella. Die neue Regierung sei keine Fortsetzung des letzten Kabinetts aus Lega und Fünf Sternen, sondern müsse den Beginn einer neuen „politischen, zivilen und sozialen Phase“ in Italien darstellen.

„Die wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten Italiens können mit gemeinsamem Einsatz überwunden werden. Wir lieben Italien und sind als Partei der Ansicht, dass wir den Mut zu dieser neuen politischen Erfahrung haben müssen“, sagte Zingaretti. Die Sozialdemokraten wollen die „Phase des Hasses, des Grolls und der Angst“ beenden. „Wir wollen Angst mit Hoffnung bekämpfen“, sagte Zingaretti.

Abschluss der Gespräche für 19.30 Uhr erwartet

Mattarella setzt am Mittwochnachmittag seine Konsultationsrunde mit den Delegationen aller großen im Parlament vertretenen Parteien fort. Der Abschluss der Gespräche wird für etwa 19.30 Uhr erwartet. Unklar ist, ob Mattarella sich bereits direkt im Anschluss an die Konsultationen öffentlich äußern wird.

Die Allianz zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega von Innenminister Matteo Salvini war in der vergangenen Woche endgültig zerbrochen. Seitdem verhandeln die Fünf Sterne mit den Sozialdemokraten über ein Bündnis. Die Gespräche wurden auch am Mittwoch fortgesetzt. Die Fünf-Sterne-Bewegung drängt, dass der vergangene Woche zurückgetretene Conte auch die neue Regierung führt.

apa

stol