"Endlich zeichnet sich in Italien eine politische Wende ab", so Peterlini in einer Aussendung. Das Ergebnis habe zwar keine direkten Folgen in der Zusammensetzung des Parlaments, es sei allerdings eine niederschmetternde Niederlage für Berlusconi und seine Mitte-Rechts-Regierung. "Endlich haben die Italienischen Wähler auf Misswirtschaft und Skandale reagiert". Die Berlusconi- Regierung habe weder eine nachhaltige Wirtschaftspolitik verfolgt, noch habe sie eine Antwort auf die sozialen Herausforderungen gegeben. "Sie hat das Parlament durch Vertrauensabstimmungen laufend geschwächt und durch einen Handstreich auch versucht, das Referendum über die Atomkraft zu verhindern und damit das Volk seiner demokratischen Mitbestimmung zu berauben. Peterlini plädiert für Neuwahlen Diese Regierung sollte zurücktreten und den Weg frei für Neuwahlen des Parlaments machen", so Peterlini. Das Volk habe nicht nur sein Misstrauen ausgedrückt, sondern der Mitte-Rechts-Mehrheit eine klare Abfuhr erteilt. Allerdings sei laut Peterlini zu befürchten, dass sich die Regierung an die formale Mehrheit im Parlament klammert und Neuwahlen verhindert, weil sie bei diesen eindeutig verlieren würde. "Als Südtiroler sollten wir jedenfalls im Parlament nichts tun um sie durch unsere Haltung indirekt am Ruder zu belassen", so Peterlini. "Nicht nur die Italiener, sondern auch die Südtiroler wünschen sich den Rücktritt von Berlusconi und eine neue Regierung, die auf soziale Solidarität, Respekt vor der Umwelt und wirtschaftliche Entwicklung setzt", so wörtlich der Südtiroler Senator Oskar Peterlini.