"Von meiner politischen Haltung her, meiner Einstellung zur Regierung Berlusconi und meiner Gefühlslage, wäre es ein klares Nein. Aber mit Emotionen allein sollte man nicht entscheiden", unterstreicht Peterlini weiter. Es sei zu befürchten, dass es mit dem Sturz der Regierung zu Neuwahlen komme, ohne dass man das Wahlgesetz ändern könne. "Und das wäre eine Katastrophe", so Peterlini. Die Mitte-Links Kräfte seien derzeit nicht in der Lage, die Wahlen zu gewinnen, das bestehende Wahlgesetz biete keinen Spielraum für die Mitte und Berlusconi wäre wieder am Ruder. Damit könnte er sich sogar noch zum Staatspräsidenten wählen lassen. Sicherlich werde er bei der Wahl Federn verlieren, aber gerade das würde noch zum Schaden der Opposition und der Blockfreien ausgehen. "Das bestehende Wahlgesetz ist nämlich absurd: Je knapper Berlusconi gewinnt, desto mehr werden die Oppositionsparteien und die Blockfreien durch die Mehrheitsprämie abgestraft. So sehr ich gegen ich dieses Regierung stimmen möchte, so sehr überlege ich mir, ob ich damit nicht zu diesem Schreckensszenario beitragen würde."