Freitag, 21. Mai 2021

Pharmafirmen sagen armen Ländern 3,5 Milliarden Impfdosen zu

Die Pharmakonzerne Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson wollen 3,5 Milliarden Corona-Impfstoffdosen für arme Länder zur Verfügung stellen. Diese Menge sagten sie auf dem Welt-Gesundheitsgipfel in Rom für die Jahre 2021 und 2022 zu.

Von der Leyen in Rom zu Gast.
Von der Leyen in Rom zu Gast. - Foto: © APA/AFP / TIZIANA FABI
Der Impfstoff soll zum Selbstkostenpreis oder zu einem Sonderpreis für Länder mittleren und niedrigen Einkommens zur Verfügung gestellt werden. Zuvor hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Spende von 100 Millionen Impfdosen versprochen.

Italiens Premier Mario Draghi sagte zur Eröffnung des digitalen Treffens von 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländern (G20), die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit sei. Die Teilnehmer wollen Erfahrungen aus dem Kampf gegen die Covid-19-Pandemie austauschen.

Der mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammenarbeitende US-Konzern Pfizer will 2 Milliarden Dosen seines Vakzins an die Länder liefern, Moderna bis zu 995 Millionen und J&J bis zu 500 Millionen. Die EU-Kommission habe sich im Vorfeld des Gipfels mit den Herstellern, mit denen die EU gute Erfahrungen gemacht habe, dazu in Verbindung gesetzt, hieß es aus Kommissionskreisen.

Zum Abschluss soll es eine „Erklärung von Rom“ geben, ein Papier mit Grundsätzen zur Verhinderung künftiger Gesundheitskrisen. Damit wollen sich die G20-Länder für vergleichbare Krisen besser wappnen. Italien führt innerhalb der G20 derzeit den Vorsitz.

Auf dem Welt-Gesundheitsgipfel in Rom beraten Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten sowie Vertreter internationaler Organisationen per Videokonferenz über die Lehren aus der Corona-Pandemie. Auch die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Microsoft-Mitgründer Bill Gates nehmen daran teil. Ausgerichtet wird der Gipfel von der EU-Kommission und Italien, das derzeit den G20-Vorsitz innehat.

apa