Dienstag, 28. April 2020

Phase 2: Ex-Premier Renzi für regionalen Weg

Der ehemalige Ministerpräsident Matteo Renzi spricht sich in einem Interview mit der Tageszeitung „La Repubblica“ gegen die zentralistische Vorgehensweise der Regierung Conte in Phase 2 aus.

Matteo Renzi ist gegen einen zentralistischen Weg in Phase 2.
Matteo Renzi ist gegen einen zentralistischen Weg in Phase 2. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
„Wenn in es in Umbrien oder in Südtirol keine neue Ansteckungen gibt, dann kann man in diesen Regionen nicht dieselben Einschränkungen aufrecht erhalten, wie beispielsweise in der Provinz von Piacenza“, so der ehemalige Premier Matteo Renzi.

„Ein Ministerpräsident sollte nicht auf den eigenen Beliebtheitsgrad achten, sondern auf die Anzahl der Arbeitsplätze, auf die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts und auf den internationalen Ausblick“,so Renzi. „Frankreich, Deutschland und Spanien reagieren schneller als wir und schnappen uns Marktanteile weg“. Laut Renzi werden jene, die den Notstand auf diese Weise managen, „Verantwortung über ihre Fehler übernehmen müssen“.

Matteo Renzi stützt mit seiner Partei „Italia Viva“ die Regierung Conte.

Die Parteileitung der SVP hat am Montagabend beschlossen, ungeachtet der Dekrete des Ministerpräsidenten, autonom den Weg in Phase 2 zu gehen.

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ansa/zor

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