„Die SVP-Abgeordneten stehen Initiativen zur Reduzierung der Kosten der Politik und zu mehr Transparenz grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Auch die Vorschläge des Landtagspräsidenten sollten ehestens zur Diskussion gestellt werden“, so Pichler Rolle in einer Stellungnahme.Gleichzeitig übte Pichler Rolle Kritik an der Vorgangsweise Minnitis und an den großen gesamtstaatlichen Parteien.„Zuerst ist aufgeflogen, dass PD-Senator Luigi Lusi Millionen unterschlagen hat, und jetzt wissen wir, dass es ihm der PdL in der Region Latium gleichgetan hat. Und was ist die Konsequenz? Ausgerechnet PdL und PD kündigen Maßnahmen gegen Regionalräte und Landtage an, in denen die Parteien bis zum heutigen Tag nachweislich anständig, sparsam und korrekt gearbeitet haben“, so Pichler Rolle weiter."Landtagspräsident soll mit allen politischen Fraktionen reden"Pichler Rolle stellte klar, dass eine Ausgabenkürzung in der Verwaltung und Gesetzgebung sowie bei den Abgeordneten angesichts der Wirtschaftslage unumgänglich sei. Daher seien in dieser Legislaturperiode die Amtsentschädigungen reduziert, und die Vergütungen neu geregelt worden.Regionalratspräsidentin Rosa Thaler habe dies gemeinsam mit allen politischen Fraktionen vorangetrieben und umgesetzt. "Das gleiche Vorgehen empfehle ich dem Landtagspräsidenten", so Pichler Rolle."Nicht vom Fall in der Region Latium ablenken"Der Landtagspräsident sei im konkreten Fall auf Anordnung des PdL-Vorsitzenden Angelino Alfano aktiv geworden, der vom Skandal in der Region Latium ablenken wolle."Fraktionen arbeiten korrekt"Dieses Verhalten der staatlichen Parteien sei scheinheilig, so Pichler Rolle. Wenn der Landtagspräsident aufgrund parteipolitischer Logik agiere, müssten eben die Fraktionsvorsitzenden die Institution Landtag schützen: "Ich sage in aller Deutlichkeit, dass im Südtiroler Landtag keine Fraktion mit den ihr zugewiesenen Geldern Kostümfeste oder sonstigen Unsinn organisiert hat, sondern diese Mittel für die politische Tätigkeit verwendet werden."