Montag, 29. Juni 2015

Pitarelli muss weiter bangen

Sie hat mit ihrem überraschenden “Nein” zu Spagnollis Stadtregierung für Kopfschütteln und Entsetzen gesorgt. Wird Benko-Befürworterin Anna Pitarelli nun aus der SVP geworfen? Die Antwort auf diese Frage lässt weiter auf sich warten.

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Foto: © D

Wenn es nach Stadtobmann Dieter Steger geht, ist die Sachlage klar: Anna Pitarelli muss raus aus dem Edelweiß.

“Ich finde: Jeder soll seine Positionen vertreten dürfen. Aber: So illoyal und so unkollegial darf das nicht passieren. Das Schlimmste ist, wenn jemand den Mund hält, bis zum Schluss. Das ist unfair, untragbar. So kann niemand, kein Verein, keine Partei, keine Familie, leben”, sagte Steger vergangenen Donnerstag im Interview mit STOL. Wenige Stunden zuvor hatte Pitarellli mit ihrem “Nein” zu Spagnollis Regierung den Stadtrat im Alleingang versenkt. Er hoffe deshalb sehr, so Steger damals, dass Pitarelli von sich aus den Parteiaustritt beantrage.

Ein Wunsch, der augenscheinlich unerfüllt blieb.

Steger verlangt Ausschluss

Denn es war Dieter Steger selbst, der am Montag dem versammelten Parteipräsidium der Volkspartei den Parteiausschluss Anna Pitarellis nahelegte. “Ich habe dem Landeshauptmann und dem Parteiobmann natürlich mitgeteilt, dass ich ein Parteiausschlussverfahren beantragen werde”, hatte er bereits im Interview mit Südtirol Online angekündigt.

Die Entscheidung in der Causa fällt wohl nächste Woche: Am kommenden Montag werde die Parteileitung über den Ausschluss befinden, heißt es in einer SVP-Pressemitteilung am Montagabend. Diese sei laut Parteistatut für solche Angelegenheiten zuständig.

stol

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