Montag, 29. Juni 2015

Pitarelli zur Lega? Nein, danke!

Die Bozner Lega Nord zeigt sich sehr verwundert über die Aussage des SVP-Ortsobmanns Dieter Steger, dass sich die abtrünnige Gemeinderätin Anna Pitarelli bei der Lega einschreiben solle. Die Partei legt dem SVP-Stadtobmann auch eine Rücktritt nahe.

Carlo Vettori will Anna Pitarelli in der Lega Nord nicht haben.
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Carlo Vettori will Anna Pitarelli in der Lega Nord nicht haben. - Foto: © STOL

Der Bozner SVP-Ortsobmann Dieter Steger ließ seinem Ärger über das Ausscheren der Gemeinderätin Anna Pitarelli freien Lauf (STOL hat berichtet). Dabei soll er ihr empfohlen haben, zur Lega Nord zu wechseln.

Dieser Vorschlag stößt dort aber auf wenig Gegenliebe. „Herr Steger, räumen Sie mal Ihren eigenen Polit-Laden auf und überlassen Sie ruhig uns, wen wir in die Lega aufnehmen!“ meint Carlo Vettori in einem Schreiben. Er war Bozner Bürgermeisterkandidaten der Lega Nord.

Die Lega zum SVP-Schlingerkurs 

Es sei durchaus verständlich, dass Dieter Steger zu Zeit unter starkem Druck stehe, da er seine Ortsgruppe anscheinend nicht im Griff habe.

"Einerseits hält sich Gemeinderätin Pitarelli nicht an die Parteidisziplin, zudem muss die Bozner Volkspartei bei jeder Wahl katastrophale Stimmenverluste hinnehmen", so Vettori. Während die Lega ihre Wählerschaft von 2005 heuer verneunfachen konnte, habe die SVP ihre Stimmen fast halbiert.

"Bei der sprunghaften SVP-Politik ist das auch kein Wunder: Benko ja – Benko nein, mit den Ökoradikalen ja – mit den Ökoradikalen nein", schlussfolgert der Lega-Nord-Mann.

Nein Danke zu Pitarelli

Die Lega möchte Anna Pitarelli jedenfalls nicht aufnehmen, "weil sie nicht zur Partei passt". Trotzdem fehle es der Lega nicht an Mitgliedschaftsanträgen. „Es haben schon mehrere ehemalige SVP-Mitglieder unser Parteikärtchen beantragt“, fügt Vettori schmunzelnd hinzu.

Steger soll zurücktreten

Wen die Lega aufnehme, entscheide die Partei ohne Herrn Steger.

"Es wäre durchaus angebracht, wenn Herr Steger die Zeichen der Zeit erkennen und als Ortsobmann zurücktreten würde. Das wäre endlich einmal wirklich konsequent – um ein Wort zu verwenden, das in SVP-Kreisen in den letzten Tagen überstrapaziert wurde“, schließt Vettori seine Stellungnahme.

stol

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