PKK-Militärchef Murat Karayilan habe bei einer Pressekonferenz in den nordirakischen Kandil-Bergen angekündigt, der Abzug solle am 8. Mai beginnen, berichtete die PKK-nahe Agentur Firat am Donnerstag.Karayilan warnte, dass türkische Militäreinsätze den Abzug verzögern könnten und die PKK-Kämpfer dann zum Kampf bereit seien. Dem Bericht zufolge sollen sie sich aber möglichst unauffällig und ohne Zusammenstöße mit türkischen Kräften in den Nordirak begeben. Die PKK stellte einen Sechs-Stufen-Plan mit Forderungen an die türkische Seite vor. Erst in der letzten Stufe würden die PKK-Kämpfer die Waffen niederlegen.Nach Schätzungen der türkischen Regierung halten sich etwa 1500 PKK-Kämpfer im Osten und Südosten der Türkei auf. Sie sollen nun in den Norden des Irak abziehen, wo die PKK mehrere Stützpunkte unterhält. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Rebellen mehrfach zugesagt, die türkische Armee werde sie beim Rückzug nicht angreifen. Die PKK-Kämpfer sollen von der kurdischen Autonomieregierung im Nordirak in mehreren Auffanglagern untergebrachtwerden.Öcalan hatte im März zu einer Waffenruhe aufgerufen. „Wir haben den Punkt erreicht, wo die Waffen schweigen und die Ideen sprechen müssen“, ließ Öcalan erklären. „Eine Tür ist geöffnet, die vom bewaffneten Kampf zu einem demokratischen Kampf führt“, hieß es in seinem Aufruf. Im Gegenzug für das Ende des bewaffneten Kampfes fordert Öcalan die Garantie kurdischer Rechte durch den türkischen Staat.Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. apa/dpa/afp