Dienstag, 31. Mai 2016

Platter: Weniger illegale Übertritte am Brenner

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ortet wieder eine Entspannung der Flüchtlingssituation am Brenner.

Günther Platter
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Günther Platter - Foto: © D

Die Anzahl der Übertritte von illegal eingereisten Migranten sei „deutlich zurückgegangen“, erklärte Platter am Dienstag bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung in Innsbruck. Derzeit gebe es „acht bis zwölf“ Aufgriffe pro Tag, so der Landeshauptmann.

Nach der gemeinsamen Pressekonferenz zwischen Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano Mitte Mai am Brenner, bei der ein vorerst Nicht-Aktivieren der geplanten Grenzkontrollen verkündet worden war, habe man noch rund 50 Aufgriffe pro Tag verzeichnet, sagte Platter. Rund eine Woche später schlug der Landeschef dann Alarm und warf Italien vor, „wirkungslose Beruhigungspillen über angebliche Kontrollen“ zu verteilen.

Sobotka sicherte Platter den Einsatz von 80 zusätzlichen Beamten für die bereits jetzt möglichen Kontrollen im Grenzraum im Rahmen der Schengen-Ausgleichsmaßnahmen zu. Darauf sowie auf die verstärkte Kontrolltätigkeit Italiens führte Tirols Landeshauptmann nunmehr den Rückgang bei den illegalen Übertritten zurück.

„Aufschrei sehr gut gehört“

Es habe sich um einen „deutlichen Aufschrei“ seinerseits gehandelt, der „sehr gut gehört“ worden sei, so Platter am Dienstag. Man werde die Situation aber weiter „sehr genau beobachten“ und könne „rasch reagieren“, sollte sich diese wieder ändern. Platter verwies – wie bereits Tirols Landespolizeidirektor Helmut Tomac vergangene Woche – darauf, dass in einem solchen Fall das Grenzmanagement innerhalb kurzer Zeit hochgefahren werden könne. Die diesbezüglichen „Instrumentarien“ und technischen Maßnahmen seien jedenfalls geschaffen worden.

apa

stol