Montag, 11. Januar 2016

Platznot in der Mittelschule Obermais: Über 900 Bürger fordern eine Lösung

Eine Lösung muss her in Sachen Mittelschule Obermais. Die Institution platzt aus allen Nähten und auch die Reservelösung stößt zunehmend auf Kritik. Das wurde einmal mehr am Montag klar, als dem Meraner Bürgermeister eine Petition mit über 900 Unterschriften überreicht wurde.

Petition entgegengenommen: Elternvertreter Hans Karl Pichler, Stadtrat Stefan Frötscher, Bürgermeister Paul Rösch und Kabinettsleiter Lukas Elsler.
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Petition entgegengenommen: Elternvertreter Hans Karl Pichler, Stadtrat Stefan Frötscher, Bürgermeister Paul Rösch und Kabinettsleiter Lukas Elsler.

Insgesamt acht Klassen werden derzeit in der Obermaiser Mittelschule unterrichtet: Aus Platzmangel sind aber nur sechs im Hauptgebäude an der Cavourstraße untergebracht, die restlichen zwei in eigens hierfür adaptierten Räumlichkeiten am Brunnenplatz.

Über 900 Meraner Bürger haben deshalb eine Petition unterzeichnet, mit der die Unterbringung der deutschsprachigen Mittelschule an der Cavourstraße im Böhler-Gebäude an der Schafferstraße gefordert wird. Die Unterschriften wurde Montagvormittag an Bürgermeister Paul Rösch und Stadtrat Stefan Frötscher übergeben.
"Wir sind uns der Notlage vollkommen bewusst", erklärte Bürgermeister Paul Rösch den Mitgliedern der Arbeitgruppe, welche die Unterschriften gesammelt hat.

"Die Nutzung des Böhler-Gebäudes für schulische Zwecke ist eine unserer Prioritäten und wir haben bereits den zuständigen Landesrat auch schritflich darauf hingewiesen. Diese Petition nehmen wir gerne entgegen: Sie ist ein weiterer, wichtiger Beweis, dass viele Bürger und Bürgerinnen bereit und gewillt sind, zum Wohle der Gemeinschaft mitzureden und mitzugestalten", so Rösch.

Gutachten steht noch aus - Lösung für kommendes Schuljahr
Derzeit warte die Stadtverwaltung noch auf ein statisches Gutachten von Seiten des Landes, dem derzeitigen Eigentümer des Böhler-Gebäudes. Erst danach könnten Nutzungsmöglichkeiten und Sanierungskosten bestimmt werden, erläuterte Stadtrat Stefan Frötscher.

Frötscher versicherte außerdem, man bemühe sich neben dieser langfristigen auch um eine kurzfristige Lösung der Raumprobleme: "Wir prüfen derzeit intensiv verschiedene Vorschläge und werden wie versprochen noch im Jänner eine Lösung für das kommende Schuljahr präsentieren."

stol

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