„OpenPolis“ hat mit der Veröffentlichung der Daten zu Beginn des Monats für Schlagzeilen gesorgt: Italienweit wurden bisher nicht mal ein Drittel der Gelder aus dem Corona-Wiederaufbaufonds verwendet. Das Trentino hat gerade mal 13 Prozent der eingeplanten Geldmittel ausgeschöpft, Südtirol ist da mit 40 Prozent schon viel besser unterwegs. Besonders im Bereich „Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“ schreitet die Umsetzung der Projekte mehr als voran. Dieser Bereich bildet mit „Kultur und Tourismus“ und „Digitalisierung“ einen Hauptbereich. Rund 281 Prozent in diesem Hauptbereich zur Verfügung stehenden Gelder wurden für „Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“ abgeschöpft – entsprechend weniger die beiden anderen Bereiche aus diesem Topf (siehe Infografik).<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1128084_image" /></div> <BR /><BR />„Die Frist 2026 war von Anfang an eng, doch wurden alle Anstrengungen unternommen, die ehrgeizigen Ziele einzuhalten, was bisher tatsächlich gelungen ist“, zeigt sich Martha Gärber, Direktorin der Landesabteilung Europa, optimistisch. <BR /><BR />„Die PNRR-Gelder wurden bis dato fast vollumfänglich zugewiesen, derzeit sind eine Vielzahl von Projekten in Umsetzung und eine fristgerechte Abrechnung kann erwartet werden.“ Überlegungen für eine Nachverhandlung der Ausgabenziele seien nicht bekannt.<BR /><BR /><b>Hintergrund:</b><BR />Italiens Wiederaufbauplan (PNRR) wurde im Juli 2021 genehmigt. Er soll dem Land nach der Pandemie helfen, widerstandsfähiger zu werden und sich auf grüne und digitale Übergänge vorzubereiten. Laut der Stiftung „OpenPolis“ umfasst der PNRR-Topf, aus dem Italien schöpfen kann, über 228 Milliarden Euro. 30 Prozent der verfügbaren Ressourcen wurden bisher ausgegeben. Europaminister Tommaso Foti kritisiert, dass es sich nicht um aktuelle Daten handelt, und verweist darauf, dass es Unterschiede bei den Fortschritten der verschiedenen Projekte gibt.