Dies sei ein Marschflugkörper, der potenziell sehr gefährlich sei und auch Atomsprengköpfe transportieren könne. Die Rakete sei beim Aufprall explodiert.<BR /><BR />Ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Lublin sagte am Freitag, im Einschlagskrater habe man viele Trümmerteile sichergestellt, darunter auch den Antrieb und die Elektrik. Die sichergestellten Materialien ließen die „eindeutige Schlussfolgerung“ zu, dass der Marschflugkörper vom Typ Ch-101 im zweiten Quartal 2026 in einem Rüstungsbetrieb in der Region Moskau hergestellt worden sei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Verletzung des polnischen Luftraums und wegen Verursachung einer Katastrophe in der Luftfahrt, die das Leben und die Gesundheit vieler Menschen gefährdet habe.<BR /><BR />Am Donnerstag war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des NATO-Staats Polen eingedrungen und abgestürzt. Der Absturzort auf einem Feld nahe dem Ort Tarnawa Kolonia liegt südlich der Stadt Lublin und 90 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Es gab keine Verletzten.<BR /><BR />Die Regierung in Warschau hatte am Donnerstag zunächst davon gesprochen, dass es sich mutmaßlich um eine russische Rakete handelte. Genauere Untersuchungen sollten Gewissheit bringen, hieß es.<BR /><BR />Unterdessen fing die polnische Luftwaffe hat laut Regierungsangaben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee ab. Zwei polnische Kampfjets vom Typ F-16 seien aufgestiegen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz am Freitag auf X. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 40 Kilometer nördlich des Badeortes Kolobrzeg unterwegs gewesen. „Erneut befand sich das Flugzeug ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder im internationalen Luftraum“, teilte der Minister mit. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden.<BR /><BR />Die russischen Erkundungsflüge vor der Küste Polens haben laut Warschauer Angaben zuletzt wieder zugenommen. Mitte Juli musste die polnische Luftwaffe drei Tage in Folge russische Kampfflugzeuge abfangen. Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll. In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg Provokationen gegen NATO-Gebiet unternehmen könnte.