Moltrer hatte vergangene Woche zugesichert, dass die Liste mit den über 130 Regionalratsabgeordneten und ehemaligen Abgeordneten veröffentlicht werde, die in den Genuss von Pensionsvorschüssen in Höhe von Hunderttausenden Euro oder sogar über einer Million Euro kommen.Die Tageszeitung „Dolomiten“ hatte exklusiv darüber berichtet. Mehrere Regionalratsabgeordnete wollten daraufhin auf Anfrage ihre Beträge nicht nennen. Nun soll alles publik werden.Die Neuregelung ist teuer: 90 Millionen Euro für etwa 130 Abgeordnete und ehemalige Mandatare müssen locker gemacht werden.Aufgrund der neuen Pensionsregelung bekommen sie einen Teil ihrer Pensionsansprüche im Voraus als Kapital ausbezahlt und ein weiterer Teil wandert in den Family Fonds von PensPlan.So bekommt z.B. Eva Klotz insgesamt 1,1 Millionen Euro – über 400.000 Euro aufs Konto und 710.000 Euro für ihren Family-Fonds-Anteil.Luis Durnwalder, der nicht mehr im Landtag sitzt, erhielt 855.000 Euro, wobei 500.000 Euro in den Family Fonds fließen; der Alt-Landeshauptmann erhält deshalb weniger als Klotz, weil er zehn Jahre älter ist – und bei den Pensionsansprüchen auch die künftige Lebenserwartung eine Rolle spielt.Wenn Klotz aus dem Landtag ausscheidet, erhält sie, so wie auch ihre Kollegen, eine geringere Rente – etwa 2800 Euro netto im Monat. Bisher strichen langjährige Regionalratsabgeordnete, die vor zehn oder 15 Jahren in Rente gingen, monatlich sogar knapp 7000 Euro netto ein.