Der Regionalrat diskutiert am Mittwoch und am Donnerstag den Haushalt der Region. Mit im Paket ist ein Antrag des PD, den fatalen Automatismus zu unterbrechen, aufgrund dessen das Salär der Abgeordneten immer dann steigt, wenn die Bediensteten der Region mehr Geld bekommen. <BR /><BR />Sollte dieser nicht durchgehen, sollten zumindest die automatischen Nachzahlungen blockiert werden, welche den Abgeordneten aufgrund der neuen Kollektivverträge für die Mitarbeiter der Region ins Haus stehen. Die Koppelung an die regionalen Bediensteten brachte der Mehrheit den Vorwurf ein, Politiker schlössen Tarifverträge für die Region auch deshalb großzügig ab, weil denn bei ihnen jedes Mal die Kasse klingelt.<BR /><BR />Die Mehrheit steht mit dem Rücken zur Wand: Im September hatte Landeshauptmann Kompatscher im Regionalrat eine Überarbeitung des Gesetzes angekündigt. Im Oktober legten er und die Volkspartei dazu den Vorschlag vor, das Salär an den Schnitt aller Kollektivverträge in der Region Trentino-Südtirol zu koppeln mit den niedrigeren Anpassungen aus der Privatwirtschaft zu koppeln. <BR /><BR />Und man könnte den Politikern nicht mehr nachsagen, sie würden sich den Tarifvertrag der regionalen Mitarbeiten zum eigenen Vorteil richten. Auch ein Stopp der Nachzahlungen stand im Oktober im Raum, scheiterte aber am Nein der Trentiner Koalitionspartner. Auch in der SVP war man nicht kompakt. „Das haben die Fraktionssprecher der Mehrheit zu verantworten“, sagt Arno Kompatscher lapidar.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-72509255_quote" /><BR /><BR />Für Sprecher Harald Stauder ist der Vorschlag des Landeshauptmanns nicht vom Tisch. Derzeit würden Gespräche laufen, sich in der Mehrheit doch noch auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen. „Einbringen können wir den Vorschlag nämlich erst, wenn er mehrheitsfähig ist, denn wir dreschen kein leeres Stroh“, so Stauder.<BR /><BR /> Die Mehrheit steht mit dem Rücken zur Wand: Die PD-Anträge niederstimmen ohne selbst eine Alternative vorzulegen, wäre mehr als peinlich. Allerdings gehen die Meinungen in der Mehrheit weit auseinander. Es gibt einige (wenige), die Kompatscher folgen wollen. Viele andere hingegen wollen ein Gesetz, das erst vor zwei Jahren mit breiter Mehrheit genehmigt wurde, nicht schon wieder abändern. Prügel von Medien und Öffentlichkeit beziehe man so oder so, heißt es.<BR /><BR />Ob sich für den Kompatscher Vorschlag noch eine Mehrheit findet, ist offen. Peinlichkeit hat den den Regionalrat noch nie daran gehindert, alles auszusitzen, wenn es um den schnöden Mammon geht.