Dienstag, 03. März 2015

Politischer Disput über Großcampingplatz in Reischach

Mit der Genehmigung eines Großcampingplatzes beim Korerhof in Reischach hat sich der Landtag in der Fragestunde am Dienstag befasst. Stein des Anstoßes war das "Übergehen von Gutachten".

Der Korerhof soll erhalten bleiben und in die Tourismus-Campinganlage integriert werden. Foto:ru
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Der Korerhof soll erhalten bleiben und in die Tourismus-Campinganlage integriert werden. Foto:ru

Die Kommission für Natur, Landschaft und Raumentwicklung hat ein negatives Gutachten erteilt, das Amt für Gewässernutzung ebenso. Dennoch hat die Landesregierung am 23. Dezember 2014 dem Vorhaben der Kronplatz Seilbahn AG zum Bau einer  Tourismus- und Campinganlage im Vier- bis Fünf-Sterne-Bereich beim Korerhof in Reischach zugestimmt. 

In der aktuellen Fragestunde vom Dienstag wollte Andreas Pöder  wissen, warum die Landesregierung bei der Genehmigung die Gutachten der Fachkommissionen des Landtags übergangen hat und ob sie daher solche Gremien wie die Kommission für Natur-, Landschafts- und Raumentwicklung beibehalten wolle?

Auch Hans Heiss fragte nach den Gründen für die Missachtung der Fachgutachten und zudem, welche Kubatur und Einrichtungen auf dem Gelände tatsächlich errichtet werden dürfen.

Kompatscher: Landesregierung entscheidet schlussendlich

Er habe nie angekündigt, dass die Landesregierung sich immer an das Gutachten halten werde, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher, entscheiden müsse letztlich die Landesregierung.

Aber in der Regel würden die Gutachten berücksichtigt.

Auch in diesem Fall sei das Gutachten berücksichtigt worden, erklärte Landesrat Richard Theiner, man habe aber alle Aspekte und Interessen berücksichtigt.

Mit weniger Bauvolumen genehmigt

Demzufolge sei das Bauvolumen erheblich reduziert worden, von rund 50.000 Kubikmetern auf 11 Hektar auf 39.000 Kubikmetern auf 7 Hektar, ebenso seien das Hotel und der Sommerstellplatz nicht genehmigt worden.

Seit Amtsantritt der Landesregierung seien fast alle Gutachten übrigens vollinhaltlich übernommen worden, aber die Entscheidung stehe der Landesregierung zu, und diese werde auch immer begründet.

stol

stol