Ursprünglich bestand die Absicht, die Stellungnahme zu diesem Entwurf zu vertagen, da der Landtag auf die Beratungen im geplanten Autonomiekonvent warten wollte. Auf Vorschlag von Riccardo Dello Sbarba (Grüne) legte Dieter Steger (SVP) eine positive Stellungnahme vor, da es sich um eine Forderung handle, die der Landtag schon seit langem erhebe.Im für Autonomiefragen zuständigen Sonderausschuss des Landtags sei man übereingekommen, die Stellungnahme zu allen vier Verfassungsgesetzentwürfen zu vertagen, kritisierte Alessandro Urzì ("Alto Adige nel cuore"). Alle seien der Meinung gewesen, man sollte auf den Autonomiekonvent warten. Nur unter dieser Voraussetzung habe er bei den anderen Entwürfen mit der Mehrheit gestimmt. Die SVP habe ihr Wort gebrochen. Er werde nun gegen die vorgeschlagene Stellungnahme stimmen.Eva Klotz (Süd-Tiroler Freiheit) warnte vor Änderungen am Statut. Die Formulierung im Entwurf von Palermo und Zeller sei gefährlich, da sie eine Einspruchsfrist vorsehe, bei deren Verstreichen das Parlament nach Belieben tätig werden könne. Man wisse auch nicht, wie der Entwurf nach der Behandlung im Senat aussehen werde.Paul Köllensperger ("5 stelle"- Bewegung) kündigte seine Zustimmung an. Gerade vor vermeintlichen Autonomiefreunden brauche es einen Schutz.Im vorliegenden Entwurf gehe es nicht um Inhalte, sondern um ein Verfahren, somit könne man die Stellungnahme auch gleich abgeben.Der Landtag sprach sich schließlich mit 21 Ja, einer Gegenstimme und acht Enthaltungen für den Verfassungsgesetzentwurf aus.