Mittwoch, 22. Juni 2016

"Post muss zum Land"

Als besten Beweis unfunktioneller Arbeit der italienischen Post beschreibt der Südtiroler Heimatbund die Presseaussendung des Landesinstitutes für Statistik, in der pünktlich zum Tag des öffentlichen Dienstes die Beziehungen der einheimischen Bevölkerung mit den öffentlichen Ämtern beschrieben werden, so Obmann Roland Lang.

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Im Laufe eines Jahres, so eine ASTAT-Mehrzweckerhebung, wendet sich fast jeder 2. Südtiroler an ein Meldeamt, 3 von 4beanspruchen die Schalterdienste in der Bank und 2 von 3 Einwohnern gehen auf ein Postamt. (STOL hat berichtet) 

Dies nimmt der Südtiroler Heimatbund (SHB) zum Anlass, um auf die katastrophalen Zustände bei der Post hinzuweisen.

"Eindeutig abgebaut hat die die italienische Post: Man muss sich nur die Wartezeiten eines eingeschriebenen Briefes anschauen, die sich in einigen Jahren beinahe verdoppelt haben. Warteten in den Jahren 2008 bis 2010 an die 7,4 Prozent der Befragten mehr als 21 Minuten, um einen eingeschriebenen Brief abzusenden, so waren es im Zeitraum 2013 bis 2015 beinahe doppelt so viele. 13,4 Prozent (!) erklärten, bei der Abgabe eines eingeschriebenen Briefes länger als 20 Minuten in der Reihe gestanden zu haben", so Obmann Roland Lang. 

Die von 35,9 Prozent der Nutzer gewünschten Änderungen der Öffnungszeiten der Postämter, zumindest an einigen Tagen bis 20 Uhr, dürfte sich aufgrund der Schließung von immer mehr Postämtern laut SHB wohl erübrigen.

Verbände und Vereine seien es bereits gewohnt, Einladungen und Mitteilungen mit 14 Tagen Postweg zu verschicken, Firmen verschicken ihre Rechnungen mit E-Mail.

Die unzuverlässigen Zustellungen, fehlende Briefmarken und postalische Umwege über Verona, die europaweit teuersten Kosten bei der Briefzustellung und die fehlende Zweisprachigkeit seien weitere Beweise der totalen Insuffizienz der „Poste Italiane“.

Bereits seit Jahren werde deshalb von verschiedenster Seite die Übernahme der Post durch das Land gefordert. Den vielen Worten sollten nun endlich Taten folgen, denn der Worte hatten wir mehr als genug, schließt Lang.

stol

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