Dienstag, 06. Dezember 2016

Postzustellung: Sonderregelung für Südtirol in Sicht

113 Südtiroler Gemeinden wird in den nächsten Tagen ein unliebsamer Brief ins Haus flattern: Die Post werde ab Februar 2017 nur an 3 Tagen in der Woche zugestellt. Landeshauptmann Arno Kompatscher verspricht aber: Südtirol werde eine Ausnahmeregelung erhalten, die kurz vor dem Abschluss stehe. Das bedeutet: Die Post soll an 5 Tagen zugestellt werden, Verlagsprodukte wie Zeitungen hingegen an 6 Tagen.

Südtirol soll eine Sonderregelung erhalten.
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Südtirol soll eine Sonderregelung erhalten.

Alle Gemeinden Südtirols sollen den Brief erhalten - außer Bozen, Brixen und Meran. Die 3 größten Gemeinden Südtirols sind aufgrund ihrer Einwohnerzahl von der Neuregelung ausgenommen. 

Schatzer: „Post soll in einem akzeptablen Zeitraum zustellen“

Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer setzt sich dafür ein, dass nicht nur Verlagsprodukte 6 Tage die Woche verteilt werden, sondern auch Briefe, Pakete, usw. Die italienische Postgesellschaft solle ihrer ursprünglichen Aufgabe nachkommen und die Post in einem akzeptablen Zeitraum zustellen.

Kompatscher: „Verhandlungen vor Abschluss“

Die Verhandlungen mit der Spitze der Postverwaltung stehen kurz vor dem Abschluss, sagt Landeshauptmann Kompatscher. Allerdings bleibt nun wohl abzuwarten, ob das Abkommen nach dem Sturz der Renzi-Regierung wirklich so rasch unter Dach und Fach gebracht werden kann.

Immerhin haben aber die Postgesellschaft und das Ministerium bereits grünes Licht gegeben, berichtet Kompatscher.

Bozner Verteilerzentrum geplant

Das Abkommen enthält wichtige Zusicherungen: Die derzeitige Zahl der Postämter wird beibehalten. Das Verteilerzentrum wird von Verona zurück nach Bozen verlegt.

Und was die Arbeitsplätze betrifft, so meint Kompatscher: „Ich kann versichern, dass in Südtirol keine Arbeitsplätze abgebaut werden.“

D/hof

stol