Montag, 06. Dezember 2021

Präsident Friauls nach Drohungen unter Polizeischutz gestellt

Am Tag, an dem in Italien die Corona-Restriktionen für Nicht-Geimpfte verschärft werden, ist der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, unter Polizeischutz gestellt worden. Fedriga, der auch Präsident der Konferenz der 20 Regionen ist, hat in den vergangenen Wochen wiederholt Drohungen von Impfgegnern erhalten, berichteten lokale Medien. 2 Polizisten begleiten den Lega-Politiker nun ständig.

Massimiliano Fedriga
Massimiliano Fedriga - Foto: © ANSA / Fabio Frustaci / Z23
„Leider wurde ich unter Polizeischutz gestellt. Ich hoffe vor allem für meine Familie, dass sich diese Situation so rasch wie möglich löst“, bestätigte Fedriga im Gespräch mit der Triester Tageszeitung „Il Piccolo“. Solidaritätserklärungen erhielt Fedriga von Kollegen aus der Politik, die ebenfalls ins Visier der Impfgegner geraten sind.

In Italien sind am Montag strengere Corona-Restriktionen in Kraft getreten. (Was nun in Südtirol gilt, lesen Sie hier.) So gilt erstmals im Land die 2G-Regel für bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens. Demnach dürfen nur noch Geimpfte und Genese zum Beispiel im Innenbereich von Restaurants essen, ins Kino gehen, in Diskotheken feiern und zu Fußballspielen ins Stadion gehen. Die Regeln sollen zunächst bis zum 15. Jänner gelten, könnten jedoch auch verlängert werden.

apa/stol

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