Sonntag, 25. April 2021

Präsident Mattarella macht Italienern am Tag der Befreiung Mut

Trotz Corona-Restriktionen ist es am Sonntag in mehreren italienischen Städten zu Veranstaltungen anlässlich des 76. Jahrestags der Befreiung Italiens am Ende des Zweiten Weltkriegs gekommen.

Staatspräsident Sergio Mattarella  rief die Italiener auf, nicht den Mut zu verlieren.
Staatspräsident Sergio Mattarella rief die Italiener auf, nicht den Mut zu verlieren. - Foto: © ANSA / QUIRINAL PRESS OFFICE/ PAOLO GIA
Staatspräsident Sergio Mattarella legte einen Kranz am „Altar des Vaterlandes“ in Rom nieder, wo der Heimat, Freiheit, Frieden und der Gefallenen gedacht wurde. Der Präsident rief die Italiener auf, trotz Pandemie und Wirtschaftskrise den Mut nicht zu verlieren.

Der Kampf gegen den Nationalsozialismus und Faschismus bilde das „ethische Fundament“ der italienischen Republik, die aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs entstanden sei, sagte Mattarella. Der 25. April sei ein Fest der Freiheit und der Hoffnung. Das Opfer der Generationen, die den Faschismus bekämpft haben, sei das Fundament, auf dem die italienische Demokratie basiere.

„Ich möchte vor allem den jungen Leuten von heute sagen: Die Erinnerung und das Bewusstsein für den Schmerz, die Aufopferungen, die dunklen Zeiten, die wir im Lauf der Zeit mehrmals durchgemacht haben, halten uns vereint“, sagte Mattarella am Sonntag in Rom. Regierungschef Mario Draghi besuchte das Museum der Befreiung in Rom. Ohne das Opfer der vielen Freiheitskämpfer, würde Italien derzeit keine Freiheit und Rechte genießen, sagte er.

Auch der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm am heutigen Feiertag an einer Gedenkfeier in Bozen teil. Kompatscher betonte hinsichtlich des Tages der Befreiung die Wichtigkeit der Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens, der verantworteten Autonomie und des geeinten Europas.

apa/stol