Dann dürften einander laut Prognosen der favorisierte Amtsinhaber Danilo Türk und der sozialdemokratische Ex-Ministerpräsident Borut Pahor gegenüber stehen.Die Stichwahl gilt als sicher, weil laut Umfragen keiner der drei Kandidaten schon in der ersten Wahlrunde die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erreichen wird. Amtsinhaber Türk, der als haushoher Favorit gilt, könnte bei dem Urnengang 36 Prozent der Stimmen bekommen, wie eine am Sonntag veröffentliche Umfrage des Instituts Mediana im Auftrag des öffentlich-rechtlichen RTV Slovenija zeigt. Pahor käme demnach auf 24 Prozent, der rechtsgerichtete Europaabgeordnete Milan Zver auf 14 Prozent. Dabei zeigen sich 17 Prozent der Wähler noch unentschlossen.Auch die beiden Kandidaten für die zweite Wahlrunde scheinen bereits festzustehen. Die Umfragen sagen beiden Linkskandidaten, Türk und Pahor, einen sicheren Einzug in die Stichwahl vorher. Für den einzigen Kandidaten des rechten politischen Lagers, den Ex-Bildungsminister und Europaabgeordneten Zver, scheint der Rückstand nur mehr schwer aufzuholen zu sein. Die täglich aktualisierten Trendmessungen des Meinungsforschungsinstituts Ninamedia im Auftrag des Wochenmagazins „Mladina“ zeigen zwar einen langsamen Stimmenzuwachs für Zver, trotzdem gilt sein Einzug in die Stichwahl als nahezu unmöglich. Nach der jüngsten Messung vom Sonntag kann Zver mit 23,7 Prozent der Stimmen rechnen.Der amtierende Präsident führt in der Trendmessung von Ninamedia mit 41,7 Prozent deutlich vor seinem Herausforderer Pahor (34,6 Prozent). Doch für den Favoriten zeichnet sich ein negativer Trend ab: Seit Tagen schwindet die Unterstützung für Türk. Seit vergangenem Dienstag, als er auf 47,6 Prozent gekommen war, verlor er schon fast sechs Prozentpunkte. Derzeit weise nichts darauf hin, dass der Rückwertstrend zu einem Ende komme, schreibt „Mladina“ am Montag auf ihrer Internetseite.Türks Herausforderer konnten ihre Resultate gleichzeitig nicht wesentlich verbessern, wie „Mladina“ berichtet. Seit Dienstag vergangener Woche konnte Pahor 3,3 Prozentpunkte und Zver 2,6 Prozentpunkte dazu gewinnen. Die täglich aktualisierten Umfragen sind wegen der kleinen Stichprobe mit Vorsicht zu genießen. Der Trend, den sie erfassen, hat sich jedoch bei vergangenen Wahlen bestätigt.Die letzte Woche vor der Wahl könnte noch die eine oder andere Überraschung bringen, meint „Mladina“. Bei dem Urnengang wird auch die Wählerbeteiligung entscheidend sein – eine höhere Beteiligung könnte laut Beobachtern für Türk vorteilhaft sein. Denn zeitgleich mit den rückläufigen Beteiligungsprognosen begann auch seine Unterstützung zu schwinden. Derzeit geben rund 57 Prozent der Wähler an, sicher an den Wahlen teilnehmen zu wollen.apa