Der Arbeitskreis „Leistbares Wohnen“ im KVW-Bezirk Vinschgau hat sich nun i zu Wort gemeldet. Jeder Mensch habe ein Recht auf angemessenen Wohnraum, betonen die KVW-Vertreter. <h3>Vom Versprechen hin zur Umsetzung</h3>„Der mittlerweile bereits schon abgegriffene Begriff des leistbaren Wohnens wird in unserem Lande in erster Linie von den politischen Entscheidungsträgern seit Jahrzehnten hochgehalten“, ergänzen sie. Es werde in Wahlprogrammen beworben und versprochen. „Die Umsetzung aber, wie die Realität auf dem Wohn- und Immobilienmarkt zeigt, ist leider eine andere. Der Markt ist überhitzt, die Preise für Wohnraum sind in den Sternen; diese Situation hat sich in den letzten Jahren stetig zugespitzt.“<h3>„Wohnraum ist überzogen teuer“ </h3>Die öffentliche Hand stecke viel Geld in Sanierungsförderungen oder Mietbeiträge – dieses Geld komme aber „nur zu einem geringen Teil wirklich beim Mieter bzw. Häuslebauer an“. Im Gegenteil hätten diese Beiträge mit dazu beigetragen, „dass der Wohnraum in Südtirol überzogen teuer geworden ist“. Dieses System müsse komplett überdacht werden, lautet die durchaus radikale Forderung.<h3>Neue Wege für z. B. junge Familien </h3>Es brauche neue Wege, um z. B. jungen Familien das Wohnen wieder zu ermöglichen. Man müsse verstärkt schauen, wie das Geld ausgegeben werde. Auch müsse etwas getan werden, um der offensichtlichen Monopolstellung privater Bauträger und Unternehmen entgegenzuwirken. <BR /><BR />„Angebot und Nachfrage sind nicht mehr stimmig. Daher sehen wir es als Pflicht der öffentlichen Hand, marktkorrigierend einzugreifen.“ Mehr Angebot führe tendenziell zu niedrigen Preisen, wird erklärt. Der öffentlichen Hand stehe zwar kein Recht zu, Unternehmer zu sein, sie habe aber die Pflicht für die Befriedigung von Grundrechten ihrer Bürger zu sorgen. <BR /><BR />Es brauche „neue solidarische Wohnbaumodelle, gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften, Projekte zur Realisierung von Wohnungen mit Preisbindung, um den sozial verträglichen Wohnungsmarkt insgesamt voranzubringen“. <h3>Öffentliche Hand muss sich verstärkt einbringen</h3>Die öffentliche Hand müsse Wohnungen errichten für den Mietmarkt, deren Bau und Verwaltung könne über ein – ebenfalls zu überarbeitendes – Wohnbauinstitut erfolgen. Auch der Mietkauf solle vorangetrieben werden, zudem müsse das Vermieten an Einheimische steuerlich begünstigt werden, fordert der Katholische Verband der Werktätigen.