Montag, 12. Juli 2021

Pro-europäische Präsidentinnen-Partei gewinnt Moldau-Wahl

In der Republik Moldau hat die proeuropäische Partei „Aktion und Solidarität“ (PAS) um Staatspräsidentin Maia Sandu einen historischen Wahlsieg errungen.

Maia Sandu
Maia Sandu - Foto: © APA/afp / SERGEI GAPON
Bei den am Sonntag gestiegenen vorgezogenen Neuwahlen fuhr die reformorientierte Partei nicht nur die absolute Mehrheit in der neuen Legislative des Landes, sondern auch das beste Wahlergebnis einer Partei seit der Unabhängigkeit des Landes ein. Dank des Resultates kann sie alleine regieren.

Wie die Ständige Wahlkommission in Chisinau am Montagmittag nach Auszählung von 99,95 Prozent der abgegebenen Stimmen mitteilte, kam die von der proeuropäischen Staatspräsidentin Maia Sandu gegründete Partei auf 52,7 Prozent, das Wahlbündnis der prorussischen Sozialisten und Kommunisten (BECS) auf 27,2 Prozent und die gleichfalls prorussische Kleinpartei „Shor“ auf 5,7 Prozent der Stimmen.

Die restlichen mehr als 20 Parteien, darunter auch die Demokraten (PDM) des im Ausland abgetauchten Oligarchen Vlad Plahotniuc, scheiterten alle an der Fünf-Prozent-Parlamentshürde. Die Wahlbeteiligung hatte bei 50 Prozent gelegen, stimmberechtigt waren 3,3 Millionen Moldauer.

Laut moldauischer Presse kann die PAS infolge dieser Wahlergebnisse mit mehr als 60 Parlamentsmandaten rechnen, das Wahlbündnis der Sozialisten und Kommunisten voraussichtlich mit 32 und die „Shor“-Partei mit sieben.

apa

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