Mittwoch, 09. Oktober 2019

Produktangaben künftig auch deutsch

Der Südtiroler Landtag hat am Mittwoch auf Initiative der Süd-Tiroler Freiheit beschlossen, dass Produktangaben von Handelswaren künftig auch in deutscher Sprache anzuführen sind.

Bei Etiketten soll künftig mehr Wert auf die deutsche Sprache gelegt werden.
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Bei Etiketten soll künftig mehr Wert auf die deutsche Sprache gelegt werden. - Foto: © shutterstock

Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll hatten in ihrer Eingabe gefordert, der Südtiroler Landtag solle gemäß der geltenden EU-Vorschriften das Recht der Konsumenten bekräftigen, Lebensmittel- und andere Warenangaben in der eigenen Muttersprache zu erhalten.
Da in Südtirol die Muttersprache der Mehrheitsbevölkerung die deutsche Sprache ist, die zusätzlich der italienischen Sprache gleichgestellt ist, solle sich der Landtag dafür aussprechen, dass die Angaben der verbindlichen Informationen auf Produkten in Südtirol in jedem Fall in deutscher Sprache anzuführen seien.
Als dritten Punkt sollte die Südtiroler Landesregierung innerhalb 2020 einen Gesetzentwurf vorlegen, der vorsieht, dass in all jenen Bereichen, in denen die Verwendung der italienischen Sprache gesetzlich vorgeschrieben ist, die deutsche Sprache verwendet werden müsse.
Außerdem sollte an den Südtiroler Vertreter im EU-Parlament, das italienische Parlament und an das zuständige Ministerium der dringende Aufruf gerichtet werden, die gesetzlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Inhaltsstoffe auf Lebensmitteln und anderen Handelswaren in Südtirol auch in deutscher Sprache angegeben werden.

“Dass eine mehrsprachige Etikettierung möglich ist, zeigt das Beispiel von Produkten, die in Italien für den deutschsprachigen Markt hergestellt und mit deutsch- bzw. mehrsprachigen Etiketten versehen werden. Dieselben Produkte werden in Südtirol aber nur mit italienischen Etiketten verkauft, bzw. die deutsche oder mehrsprachige Beschreibung überklebt.“

Der 1. Punkt des Antrags wurde mit 6 Ja, 18 Nein und 9 Enthaltungen abgelehnt, Punkt 2 wurde mit 26 Ja und 7 Enthaltungen angenommen, Punkt 3 wurde mit 4 Ja, 24 Nein und 5 Enthaltungen abgelehnt, Punkt 4 wurde mit 31 Ja, 1 Nein und 1 Enthaltung angenommen.

lpa