Dienstag, 25. Mai 2021

Psychische Gesundheit – „Endlich Maßnahmen setzen“

Es brauche gerade jetzt ein gutes professionelles psychologisches Beratungsangebot, betont das Team K in einer Aussendung. Es habe während der gesamten Corona-Krise immer wieder darauf hingewiesen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien von der SVP und Lega stets abgelehnt worden. Die Datenlage ist klar: Durch die Covid-Krise ist der Bedarf an psychologischer Betreuung und Beratung gestiegen und wird noch steigen. Derzeit sind weder Sanität noch Schule für diese Herausforderungen gerüstet.

Alex Ploner und Franz Ploner vom Team K.
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Alex Ploner und Franz Ploner vom Team K. - Foto: © AARON LANZINER
Vor Kurzem habe die Kinder- und Jugendanwältin in ihrem Bericht an den Landtag die Auswirkungen der Corona-Krise auf das seelische und soziale Wohlbefinden von Kindern angemahnt. Die Folgen der Krise für Jugendliche und Kinder seien verheerend, so die Worte der Jugendanwältin, erklärt Alex Ploner vom Team K.

„Ich bin überzeugt, dass der psychologischen Mehrbelastung von Kindern in der Pandemie durch effektive psychologische Unterstützung an den Schulen entgegengewirkt werden muss. Schon oft haben wir vorgeschlagen, auch an den deutschsprachigen Schulen in Südtirol Schulpsychologen einzusetzen. Diese sind übrigens in ganz Italien vorgesehen und werden an italienischen Schulen eingesetzt. Es ist für mich unverständlich, dass gerade in Zeiten wie diesen, diese Notwendigkeit einfach nicht gesehen wird.“, meint Ploner.

Weiterer Anstieg psychischer Belastungsstörungen wahrscheinlich

Experten der Österreichischen Gesellschaft für Public Health halten einen Anstieg psychischer Belastungsstörungen in den nächsten Jahren für sehr wahrscheinlich. Risikogruppen seien insbesondere sozioökonomisch schlechter gestellte Personen sowie die 16- bis 29-Jährigen. Tatsächlich verzeichnete auch das Büro der Südtiroler Kinder- und Jugendanwältin im Jahr 2020 einen Anstieg der Beratungsgespräche von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Wir vom Team K, allen voran Landtagskollege Dr. Franz Ploner und Francesca Schir haben vor Kurzem einen Gesetzentwurf für einen niederschwelligen Zugang zu psychologischer Beratung eingereicht. Dieser wurde in der Kommission, unter dem Vorsitz von Jasmin Ladurner, von der SVP abgelehnt“, erklärt Alex Ploner.

„Im Landtag liegt derweil mein Beschlussantrag für eine Post-Covid19-Strategie für Jugend und Schule auf. Diesen werde ich demnächst präsentieren. Der Ball liegt nun neuerlich bei der SVP. Wir hoffen, dass zumindest einige unserer Vorschläge angenommen werden, um die Langzeitfolgen der Corona-Krise in Grenzen zu halten.“, so Ploner abschließend.

stol