Donnerstag, 11. Juli 2019

Rackete: Salvini nutzt soziale Medien für „Botschaft des Hasses“

Die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete hat den italienischen Innenminister Matteo Salvini beschuldigt, auf Twitter und Facebook eine „Botschaft des Hasses“ zu verbreiten und dafür sein Amt zu nutzen. In einer Klage fordert die 31-Jährige die Staatsanwaltschaft in Rom auf, entsprechende Schritte gegen Salvini einzuleiten.

Rackete beschuldigt Salvini der Verleumdung und Anstiftung zum Verbrechen. - Foto: Ansa
Rackete beschuldigt Salvini der Verleumdung und Anstiftung zum Verbrechen. - Foto: Ansa

Das Dokument liegt der Deutschen Presse-Agentur in der endgültigen Fassung vor. Eingereicht worden sei die Klage noch nicht, weil es Probleme mit der Post gegeben habe, sagte Racketes Verteidiger Alessandro Gamberini.

Rackete beschuldigt Salvini der Verleumdung und Anstiftung zum Verbrechen. Gamberini hatte zuvor bereits gesagt, es sei schwierig, mit einer Verleumdungsklage dem Hass entgegenzutreten. Man wolle aber ein Zeichen setzen. Gegen Rackete wird in Italien ermittelt, weil sie unerlaubt das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ mit Migranten an Bord nach Italien gefahren hatte.

apa

stol