Die Stadtgemeinde Bozen rühmte sich gerne mit ihrem Fokus auf die sanfte Mobilität. Genau die hat er derzeit im Bereich südlich des Waltherplatzes aber nicht leicht. Grünen-Gemeinderat Rudi Benedikter macht auf den Missstand aufmerksam. „So ein Chaos“, sagt er. <BR /><BR />Bekanntlich wird derzeit das letzte Teilstück des Tunnels unter der Südtiroler Straße gegraben, um die Walther-Tiefgarage anzuschließen. Aufgrund der Arbeiten ist bereits seit Monaten die provisorischer Ausfahrt in Betrieb. Diese leitet die Autofahrer über den Dominikanerplatz stadtauswärts. Die angebrachten Schilder sind unmissverständlich, werden aber nicht immer beachtet: Viele fahren Richtung Bahnhofsallee nach Hause. <BR /><BR /><BR /><BR />Unabhängig davon kritisiert Grünen-Gemeinderat Rudi Benedikter die aktuelle „Kraut-und-Rüben-Situation“ in der Gegend. „Schon klar, dass die verkehrsberuhigte Zone aufgrund des Provisoriums außer Kraft gesetzt ist, an die Fußgänger oder Radfahrer wurde dabei nicht unbedingt gedacht“, sagt er. <BR /><BR />So wurde unter anderem der Zebrastreifen direkt neben der Ausfahrt „außer Kraft“ gesetzt. Der Gehsteig entlang der Nordseite des Doms hat Absperrungen erhalten. Ein klares Konzept ist für Benedikter nicht erkennbar. Es selbst habe in den vergangenen Monaten immer wieder überaus brenzlige Situationen beobachtet, bei denen es mitunter auch knapp herging. „Es braucht vor allem mehr Kontrolle“, meint er. <BR /><BR />Insbesondere die aus der Tiefgarage kommenden Fahrzeuge müssten im Auge behalten werden, „dass sie so wie vorgeschrieben über den Dominikanerplatz ausfahren“, sagt der Gemeinderat. Der zuständige Stadtrat Stefano Fattor sei aufgefordert zu intervenieren. „Das hab ich ihm auch mitgeteilt. Es braucht klare Maßnahmen, um die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu erhöhen. Es sollte nicht erst dann reagiert werden, wenn etwas passiert ist“, sagt Benedikter.