<b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Die Planer versprechen den schönsten Radweg der Welt, ein strategisches Projekt mit enormem wirtschaftlichem und touristischem Potenzial. Ziel ist es, einen Rad-und Fußgängerweg um den größten See Italiens zu schaffen, der Trentino, Venetien und Lombardei miteinander verbindet. Dafür sollen zum Teil schon bestehende Radwege genutzt und zusätzlich neue Strecken gebaut werden.<h3> Widerstand wächst</h3>Mittlerweile wächst der Widerstand von Umweltschutz- und Bürgerverbänden gegen das Projekt.<BR /><BR />In Riva del Garda haben am Samstag rund 200 Umweltaktivisten und Mitglieder von Bürgerverbänden an einer Demo gegen Pläne zum Bau dieses großen Radwegs rund um den Gardasee teilgenommen. Er würde im nördlichen Teil entlang der Felswand auf Stegen verlaufen und im Felsen verankert sein, was den Zustand der Hänge irreversibel verändern würde, so Kritiker. <h3> Alternative: In die Schifffahrt investieren</h3>Auch wegen der Instabilität der Felsen könnte sich der Radweg als gefährlich erweisen, warnten die Demonstranten. Die Protestkundgebung in Riva del Garda wurde von der „Koordination für den Schutz des Gardasees“ organisiert. Der Radweg sei ein teures, umweltbelastendes und gefährliches Infrastrukturprojekt, weil er in einem hydrogeologischen Risikogebiet geplant sei, betonten die Demonstranten. <BR /><BR />Die Alternative besteht ihrer Ansicht nach darin, in die Schifffahrt am oberen Gardasee im Trentino zu investieren. Die Anzahl der Schifffahrten zwischen Riva und Limone sollte erhöht werden, und zwar mit Elektrobooten.