Mittwoch, 19. Juni 2019

Raketenangriff auf ausländische Ölunternehmen im Südirak

Im Hauptquartier mehrerer internationaler Ölunternehmen, darunter der US-Gigant ExxonMobil, im südirakischen Basra ist am Mittwoch eine Rakete eingeschlagen und hat drei Menschen verletzt.

Ölfirmen sind immer wieder Ziel von Anschlägen Foto: APA (AFP/Archiv)
Ölfirmen sind immer wieder Ziel von Anschlägen Foto: APA (AFP/Archiv)

Die Rakete des Typs Katjuscha sei in Al-Barjisiya nahe der Großstadt Basra zu Boden gegangen, teilten die irakischen Sicherheitskräfte am Mittwoch mit. Wer hinter dem Raketenangriff steckt, war zunächst unklar. In dem Komplex seien unter anderem auch die Ölunternehmen Royal Dutch Shell sowie Eni untergebracht. Al-Barjisiya liegt unweit des Ölfeldes Zubair, das vom italienischen Ölkonzern Eni ausgebeutet wird.

Erst im Mai hatte Exxon 50 Mitarbeiter von einem der größten Ölfelder im Irak abgezogen, nachdem Sicherheitsbedrohungen aus dem benachbarten Iran bekannt geworden waren. Auch am Mittwoch wollte Exxon unverzüglich 20 internationale Mitarbeiter evakuieren.

Die ölreiche Region wird hauptsächlich von Schiiten bewohnt. Dort haben schiitische Milizen mit engen Verbindungen zum Nachbarland Iran starken Einfluss. Die Lage am Golf ist wegen Spannungen zwischen den USA und dem Iran extrem angespannt. Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman und Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe in derselben Region haben die Sorgen vor einer militärischen Eskalation zuletzt verschärft.

apa/ag.

stol