Die Würfel im Rat der Gemeinden sind gefallen – und zwar nach Parteilogik. Um die Bürgerlisten-Bürgermeisterin Verena Überegger zu verhindern, haben sich die SVP-Bürgermeister des Wipptals gestern entschlossen, mit Maria Rabensteiner (Pfitsch) eine SVP-Vizebürgermeisterin zu entsenden. <BR /><BR />Erstmals gilt für den Rat der Gemeinden eine Frauenquote, die u.a. das Wipptal verpflichtet, eine Dame zu nominieren. Als einzige Bürgermeisterin im Bezirk wäre Verena Überegger (Freienfeld) prädestiniert gewesen, doch es kam anders. Die drei SVP-Bürgermeister Martin Alber, Sebastian Helfer und Stefan Gufler nominierten SVP-Vizebürgermeisterin Rabensteiner. Auf Überegger entfielen nur 2 Stimmen (ihre und Sterzing). <BR /><BR />„Ich wurde von den SVP-Bürgermeistern ausgebootet. In den Rat der Gemeinden ist kein Parteigremium und sollte sich aus Bürgermeistern und Bürgermeiserinnen zusammensetzen“, so Überegger. Sie sei enttäuscht. „Der SVP geht es nicht um die Sache, sonder um Machterhalt mit allen Mitteln.“