Das Rating werde von „A+“ auf „A-“ reduziert, teilte Standard & Poor’s am Dienstag mit. Der Ausblick für das Rating bleibt negativ.„Die Herabstufung um zwei Noten reflektiert die vergrößerten haushaltspolitischen Risiken“, sagte der zuständige Länderanalyst Kai Stukenbrock. Der negative Ausblick signalisiere weitere Herabstufungen, falls die Konsolidierung nicht gelinge. Trotz der Reformen der portugiesischen Regierung im öffentlichen Sektor bleibe der Haushalt schwach, schrieb S&P. Die portugiesische Regierung müsse daher Sparmaßnahmen ergreifen, die über die bisher getroffenen Maßnahmen hinausgingen.Zudem blieben die Aussichten für das Wirtschaftswachstum düster. Die portugiesische Wirtschaft werde im laufenden Jahr trotz der weltweiten Konjunkturerholung stagnieren. Auch das Wachstumspotenzial werde gering bleiben. Die Minderheitsregierung könnte zudem Schwierigkeiten haben, die angestrebten Reformen umzusetzen.Portugal will sein Haushaltsdefizit von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2009 auf 8,5 Prozent im laufenden Jahr vermindern. Das Defizit liegt damit niedriger als im krisengeschüttelten Griechenland. Dort hatte es 2009 bei 13,6 Prozent gelegen. Die Risikoaufschläge für portugiesische Staatsanleihen sind nach Griechenland die höchsten im Euroraum. Die Rendite für portugiesische Anleihen lag bei 5,519 Prozent. Zum Vergleich: Entsprechende deutsche Anleihen rentierten mit lediglich 2,957 Prozent.dpa