Es müsse bitter sein, „wenn man nach 20 Jahren an der Macht vor den Scherben der eigenen Autonomiepolitik steht und feststellen muss, dass die Entscheidung der SVP – bei Italien zu verbleiben – der falsche Weg war“, so Sven Knoll, Abgeordneter der „Südtiroler Freiheit“, in seiner Presseaussendung.Die gesamte Pressekonferenz sei von der Botschaft geprägt gewesen, dass Italien die Autonomie nicht respektiere, dass befürchtet werden müsse, dass es noch schlimmer komme und dass es so nicht weitergehen könne.„Wie blind muss man sein, um sich angesichts dieser existenzbedrohenden Entwicklungen noch immer vor der Selbstbestimmung zu drücken und diese schlechtzureden? Selbst der letzte SVP-Anhänger dürfte wohl inzwischen verstanden haben, dass mit Italien keine Zukunft für Südtirol zu machen ist“, so Knoll. Die Zeit sei reif für eine Zukunft Südtirols ohne Italien.Vorschlag der Troika zeugt von chaotischem Zustand der SVPFür Sigmar Stocker von den Freiheitlichen sei die Landespressekonferenz von Landeshauptmann Luis Durnwalder mut- und visionslos gewesen und somit eine Enttäuschung.„Der Vorschlag einer Führungs-Troika beweist, in welchem chaotischen Zustand derzeit die SVP ist. Man sieht, dass man Parteiinteressen eindeutig vor Landesinteressen stellt und das ist schlimm für Südtirol und deren Bevölkerung.", so Stocker in seiner Reaktion. Auch die Äußerungen Durnwalders, man solle nicht Hirngespinsten nachlaufen, lässt Stocker nicht gelten: "Was den Freistaat betrifft, so ist dies kein Hirngespinst sondern der Zukunftstern Südtirols. Der Landeshauptmann und die SVP lassen es nicht mehr zu, an ein unabhängiges Südtirol zu glauben, geschweige denn dafür zu kämpfen. Tatsache ist aber, dass das Volk sich immer mehr einen Freistaat Südtirol vorstellen kann und die Verhinderungstaktik der SVP nicht mehr greift."Einwanderung nicht angesprochenDass der Landeshauptmann das Thema Einwanderung mit keiner Silbe erwähnt habe, sei laut Stocker unverantwortlich. Die unkontrollierte Immigration sei ein Problem in ganz Europa, das nur durch klare Regeln gelöst werden könne.stol