Die Auszählung der Stimmen begann am Montag um 7 Uhr. Am frühen Vormittag waren alle Stimmen ausgezählt.Demnach haben am Sonntag fast genau zwei Drittel (65,1 Prozent) der Abstimmenden oder 68.279 Wähler das "Nein" angekreuzt und damit das im Juni vom Südtiroler Landtag verabschiedete Gesetz zur Bürgerbeteiligung abgelehnt. 34,9 Prozent oder 36.556 Wähler haben sich dagegen für das "Ja" und damit für den zur Abstimmung vorgelegten Gesetzestext entschieden.26,4 Prozent der Wahlberechtigten hatten bis Sonntag, 22 Uhr ihre Stimme abgegeben. Ein Quorum - also eine notwendige Anzahl Stimmen, die erreicht sein muss, damit eine Wahl Gültigkeit erlangt - gab es bei dieser Abstimmung nicht. Mit diesem Ergebnis bleibt das derzeit gültige Gesetz aus dem Jahr 2005 rechtskräftig. Das Ergebnis nach BezirkenIn den einzelnen Bezirken sieht das Ergebnis folgendermaßen aus: In Bozen entfielen 14,8 Prozent der gültigen Stimmen auf das "Ja" und 85,2 Prozent auf das "Nein", im Burggrafenamt waren 33,9 Prozent der gültigen Stimmen "Ja"-, 66,1 Prozent "Nein"-Stimmen, im Eisacktal war das Verhältnis 39 zu 61 Prozent, im Pustertal 33,4 zu 66,6 Prozent, im Bezirk Salten-Schlern 42,9 zu 57,1 Prozent, im Überetsch-Unterland 32,4 zu 67,6 Prozent, im Vinschgau 40,6 zu 59,4 Prozent, im Wipptal 38,3 zu 61,7 Prozent.In den ladinischen Gemeinden entfielen 38 Prozent der gültigen Stimmen auf das "Ja" und 62 Prozent auf das "Nein".Gegen den Trend im Land haben dagegen die wahlberechtigten Südtiroler im Ausland gestimmt: Von den gültigen Stimmen, die per Briefwahl eingelangt sind, waren 78,5 Prozent "Ja"- und 21,5 Prozent "Nein"-Stimmen.