Sonntag, 04. Dezember 2016

Referendum in Italien: Aufregung um „radierbare Bleistifte“

Während die Stimmlokale beim italienischen Verfassungsreferendum noch geöffnet sind, gibt es Aufregung um jene Bleistifte, die den Wählern mit den Stimmzetteln übergeben werden. Die Bleistifte seien „radierbar“ und daher ungültig, meldeten Wähler aus mehreren Sprengeln.

Foto: © STOL

Die Gegner des Verfassungsreferendums wittern bereits Wahlbetrug. Sie befürchten, dass wegen den „radierbaren“ Bleistiften die Wahlzettel manipuliert werden könnten. Vor der Wahl hatten die „Nein“-Befürworter vor Wahlbetrug mit den Stimmen der vier Millionen Auslandsitaliener gewarnt.

Indes laufen die Wahlprozeduren nach Plan weiter. Italiens Präsident Sergio Mattarella gab in seiner Heimatstadt Palermo seinen Wahlzettel ab. Premier Matteo Renzi und seine Frau Agnese wählten in einem Wahllokal in ihrem Heimatort Pontassieve bei Florenz.

Um Mittag hatten circa 20 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Die Wahlbeteiligung war höher in Nord- als in Süditalien. Die höchste Beteiligung wurde in der Linken-Hochburg Bologna mit 26,6 Prozent gemeldet.

Die Stimmlokale sind bis 23 Uhr offen.

apa

stol