Im Rahmen der Debatte über die Wahlreform hatte die Regierungskoalition in Rom ursprünglich versucht, einen eng gesteckten Wahlkreis aus Bozen, Leifers, Pfatten und Branzoll zu schaffen. Ziel dieser Umstrukturierung war es, die Chancen auf die Wahl eines Senators der italienischen Sprachgruppe zu erhöhen.<BR /><BR />Die SVP versuchte zunächst vergeblich, diesen Vorstoß zu blockieren und die bisherige Struktur des Wahlkreises Bozen-Unterland unverändert zu erhalten. Der entsprechende Streichungsantrag der Volkspartei fand im Senat jedoch keine Mehrheit.<BR /><BR />Im Anschluss setzte sich die Volkspartei jedoch mit einem alternativen Abänderungsantrag durch: Der Senat stimmte der Neuzuordnung des gesamten des Überetschs und des Unterlandes zum Wahlkreis Meran mit 99 Ja-Stimmen bei 58 Enthaltungen zu. Im Wahlkreis Bozen bleiben nur noch Bozen und Leifers.<BR /><BR />Bereits am späten Vormittag hatte der Senat einen Antrag der SVP genehmigt, mit dem der dritte Südtiroler Sitz in der Abgeordnetenkammer im Zuge der Gesamtreform abgesichert wird.