Sonntag, 26. Januar 2020

Rege Beteiligung bei Regionalwahlen in Italien

Bei den Regionalwahlen in den italienischen Regionen Emilia Romagna und Kalabrien, zu denen am Sonntag 5,2 Millionen Wähler aufgerufen sind, zeichnet sich eine rege Wahlbeteiligung ab.

Vor den Wahlen mischte sich Matteo Salvini häufig unter die italienische Bevölkerung.
Vor den Wahlen mischte sich Matteo Salvini häufig unter die italienische Bevölkerung. - Foto: © ANSA / PASQUALE BOVE

In der Emilia Romagna hatten bis um 12 Uhr 23 Prozent der 3,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Die Wahllokale sind bis 23.00 Uhr geöffnet, gleich danach beginnt die Stimmenauszählung.

Die Wahlbeteiligung sei doppelt so hoch wie bei den letzten Regionalwahlen vor 5 Jahren, teilte das italienische Innenministerium mit.

Im süditalienischen Kalabrien hatten bis um 12 Uhr 10 Prozent der 1,7 Millionen Wahlberechtigten gewählt, das sind 2 Prozent mehr als bei den letzten Regionalwahlen. Vor allem die Wahl in der Emilia Romagna gilt als Test für die Regierungskräfte - Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten - um den parteilosen Premier Giuseppe Conte.

Wird es ein Comeback von Salvini geben?

Matteo Salvini, Chef der rechten Partei Lega, will mit einem Erfolg in der linken Hochburg Emilia Romagna unter Beweis stellen, dass sich die politische Stimmung in Italien definitiv nach rechts gedreht habe und will in diesem Fall seiner Forderung nach vorgezogenen Parlamentswahlen auf nationaler Ebene Nachdruck verleihen. Die Kandidatin des Ex-Innenministers, Lucia Borgonzoni, tritt gegen den scheidenden Regionalpräsidenten Stefano Bonaccini an, der als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten auf eine Wiederwahl für ein zweites Mandat hofft.

In Kalabrien mit 1,7 Millionen Wahlberechtigten wird mit einem klaren Sieg der Mitte-Rechts-Kandidatin Jole Santelli von der Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, Forza Italia, gerechnet. Die 51-jährige Anwältin geht gegen den 73-jährigen Unternehmer Pippo Callipo als Vertreter der Sozialdemokraten ins Rennen.

Der Chef der rechtspopulistischen Lega, Matteo Salvini, rechnet für das Rechtsbündnis mit großen Erfolgen. Die könnten die Regierung in Rom weiter destabilisieren.


apa

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