Montag, 11. Januar 2021

Regierung arbeitet an neuer Verordnung – schärfere Maßnahmen in Sicht

Mit heutigem Montag ist in Italien wieder das auf regionaler Ebene geregelte Ampelsystem in Kraft getreten. Jedoch wird bereits jetzt über schärfere Maßnahmen beraten – auch in Südtirol.

Giuseppe Conte unc Co. beraten über schärfere Maßnahmen.
Giuseppe Conte unc Co. beraten über schärfere Maßnahmen. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI / Z4Z
15 der 20 italienischen Regionen wurden als gelbe Zone eingestuft, so können Bars und Restaurants wieder öffnen und ihre Gäste am Tisch bedienen. Rund 220.000 Lokale sind davon betroffen, wie der Landwirtschaftsverband Coldiretti mitteilt.

Mehr Einschränkungen sind in dieser Woche für die Regionen Lombardei, Emilia Romagna, Venetien, Kalabrien und Sizilien vorgesehen. Wegen des dort erhöhten Reproduktionswertes, der angibt, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter im Schnitt ansteckt, fallen sie unter die orangenen Zonen. Die Lokale sind dort nur zum Take Away offen.

Auch Südtirol ist derzeit noch als gelbe Zone eingestuft. Hier gilt jedoch ohnehin seit vergangenem Donnerstag das Landesgesetz. Dabei gelten in Südtirol die Regeln der gelben Zone, mit Anpassungen an die Besonderheiten Südtirols.

Jedoch könnten bereits in den nächsten Tagen in Südtirol schärfere Maßnahmen in Kraft treten. Ein weiterer Lockdown ist im Gespräch.

Schärfere Kriterien – Skigebiete bleiben wohl zu

Die italienische Regierung arbeitet an einer neuen Verordnung, die ab dem kommenden Samstag (16. Jänner) in Kraft treten soll. Das Kabinett will die Kriterien verschärfen, nach denen eine Region zur roten Zone mit Lockdown erklärt wird. Bei durchschnittlich 250 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche soll eine Region automatisch entsprechend eingestuft werden. Dann gilt ein strenges Ausgangsverbot, Geschäfte und Lokale bleiben geschlossen.

Erwartet wird, dass die ursprünglich für 18. Jänner geplante Öffnung der Skianlagen in Italien auf Ende des Monats verschoben wird.

stol/apa

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