Dies betonte Wirtschaftsminister Vittorio Grilli. „Wir setzen unseren Weg fort, wie geplant fort. In einer Situation der Marktstabilität hätte Italien keinerlei Probleme“, sagte Grilli.Wegen des mangelnden Vertrauens der Finanzmärkte musste Italien zuletzt für seine Schulden immer höhere Zinsen zahlen. Die im Vergleich zu Deutschland wesentlich höheren Risikoaufschläge auf zehnjährigen italienischen Staatsanleihen seien durch die Wirtschaftsdaten nicht gerechtfertigt, behauptet die Regierung Monti.Nach Angaben italienischer Meiden befürchtet Rom weitere spekulative Angriffe gegen Italien. Daher drängt das Kabinett das Parlament, so rasch wie möglich das Paket mit Sparmaßnahmen in der öffentlichen Verwaltung in Höhe von 26 Milliarden Euro zu verabschieden, das die Regierung vor zwei Wochen präsentiert hatte. Das Fachleutekabinett will kommende Woche im Senat die Vertrauensfrage stellen, um das Gesetz mit den Einsparungen ohne Änderungen durchzusetzen.Zentralbankchef Ignazio Visco hatte kürzlich erklärt, die Wirtschaft werde im laufenden Jahr um 2,0 Prozent schrumpfen. Die Regierung rechnet nach bisheriger Schätzung mit einem Minus von 1,2 Prozent.