Das italienische Kabinett will in erster Linie berufstätigen Müttern unter die Arme greifen. 300 Euro im Monat sollen künftig berufstätige Frauen für eine Zeit von sechs Monaten im ersten Lebensjahr ihres Kindes erhalten.Dieser Beitrag soll für den Kindergarten oder einen Babysitter dienen, geht aus dem Plan hervor, an dem Sozialministerin Elsa Fornero arbeitet.20 Millionen Euro will die Regierung bis 2015 pro Jahr auf den Tisch legen, um diesen Plan zu finanzieren, berichteten italienische Medien. Die Regierung will mit dieser Initiative versuchen, die Beschäftigung unter den Italienerinnen anzukurbeln.Lediglich 46 Prozent der Frauen sind in Italien berufstätig. Der europäische Durchschnitt liegt bei 58 Prozent. Einkommensschwache Familien werden Priorität beim Erhalt des Regierungsbeitrags haben.Wegen der zunehmenden Schwierigkeiten der Frauen, Beruf und Familie zu vereinen, sei die Geburtenrate in Italien stark rückgängig, verlautete aus dem Sozialministerium in Rom. 2011 sind 15.000 Kinder weniger als 2010 zur Welt gekommen. Damit bestätigte sich ein Trend, der bereits seit dem Krisenjahr 2009 anhält.apa