Samstag, 25. April 2020

Österreich: Schichtbetrieb an Schulen

Sechs Wochen nach der Schließung der Schulen in Österreich gibt es einen konkreten Fahrplan für die Wiedereröffnung. Volks- und Unterstufenschüler kehren ab 18. Mai im Schichtbetrieb in die Schulen zurück, wie der österreichische Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Freitag ankündigte. Für die Maturanten sowie Abschlussklassen der berufsbildenden mittleren Schulen und Berufsschulen beginnt die Schule bereits am 4. Mai wieder.

Am 18. Mai geht es für viele Schüler wieder los.
Am 18. Mai geht es für viele Schüler wieder los. - Foto: © HANS KLAUS TECHT
Für den Großteil der Schüler, die 700.000 Kinder und Jugendlichen an Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen und Sonderschulen, geht es nach dann neun Wochen Pause am 18. Mai los. Die restlichen 300.000 Schüler an AHS-Oberstufen, berufsbildenden höheren Schulen und Berufsschulen müssen bis nach den Pfingstferien am 3. Juni warten.

Die restlichen Schulwochen bis zum regulären Ferienbeginn laufen aber komplett anders ab als gewohnt: Es gibt eine Art Schichtbetrieb mit Hygieneauflagen - die Klassen werden geteilt. Die eine Hälfte ist von Montag bis Mittwoch in der Schule, die andere am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf ist es umgekehrt. Wie bisher wird an den jeweils anderen Tagen weiter Betreuung für die Kinder angeboten - Faßmann appellierte aber an die Eltern, wenn möglich die Kinder daheim zu lassen.

Maskenpflicht außerhalb des Klassenzimmers

An den Schulen herrschen außerhalb des Klassenzimmers Maskenpflicht sowie weitere Hygieneauflagen wie Händewaschen oder -desinfektion nach dem Betreten des Schulgebäudes. Nachmittagsunterricht findet keiner statt, Schularbeiten wird es bis zum Sommer auch keine geben.

Für die Benotung werden der Leistungsstand vor der Schulschließung plus die Leistungen im Distance Learning herangezogen. Wer zwischen zwei Noten steht bzw. sich verbessern will, kann zu einer mündlichen Prüfung antreten.

Kurz vor der Rückkehr der meisten Schüler in die Schulen wird auch der Schienen-Nah- und Regionalverkehr wieder auf den Normalfahrplan umgestellt. Das gab Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Freitag bekannt.

Keinen Fahrplan gibt es dagegen noch für die Kindergärten, die großteils in die Zuständigkeit von Ländern und Gemeinden fallen. Faßmann „ersuchte“ die Betreiber aber, für alle Betreuung anzubieten, die diese brauchen, sowie wieder mit der Bildungsarbeit zu beginnen. Laut Gesundheitsministerium soll es demnächst eine Regelung dazu geben, hieß es gegenüber der APA.

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apa

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