Darüber einigten sich Premier Enrico Letta und Koalitionspartner Silvio Berlusconi bei einem mehrstündigen Treffen am Dienstagabend. Geplant war ursprünglich eine IVA-Erhöhung um einen Prozentpunkt auf 22 Prozent.Mit der Verschiebung der geplanten Mehrwertsteuererhöhung will sich das Kabinett für eine Neuordnung des Systems der Steuersätze Zeit nehmen, verlautete aus der Regierung. Außerdem muss das Kabinett in diesem Zeitraum nach Wegen suchen, um die fehlenden Einnahmen in Höhe von vier Milliarden Euro einzutreiben, die allein in diesem Jahr durch den Verzicht auf die IVA-Anhebung entstehen würden. Das Kabinett überlegt eine Erhöhung der Steuer auf Tabakwaren und Spirituosen. Auch Glücksspiele könnten stärker besteuert werden.Unternehmen und Kaufleute reagierten erleichtert auf die Absicht der Regierung, die IVA-Erhöhung vorerst abzuwenden. Sie befürchten dramatische Folgen auf den ohnehin stark sinkenden Konsum in Italien, sollte die Mehrwertsteuer weiterhin steigen.Der PdL um Silvio Berlusconi ist jedoch nicht zufrieden. Die Gruppierung verlangt einen endgültigen Verzicht auf den IVA-Anstieg. „Wir geben uns mit einer Verschiebung der IVA-Erhöhung nicht zufrieden. Wir verlangen Garantien, dass die Mehrwertsteuer mindestens bis Jahresende nicht steigt“, betonte PdL-Fraktionschef in der Abgeordnetenkammer Renato Brunetta.apa